Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 2 (Juli 1920)
- Date
- 1920-07-01
- Page
- Seite 31 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Willigkeit, zumal der Frauen, überstieg alle Grenzen. Sie erinnerte an die Zeiten, als die jüdischen grauen ihren Schmuck zum Vau des Tempels darbrachten. Lin armer Musikant spendete seine Geige. Manche zogen ihre Schuhe aus und spendeten sie. Zehn Bauplätze in Tiberias in der Nähe des Grabes Maimonides und am Berg Kenaan (bei Saafed) wurden gespendet. Burschen und Mädchen, Schüler, Waisen, firme brachten was sie nur konnten und spendeten, heute halten die „3ofim" ein Fest ab. eine Art Vlumentäg. Abends eine Kinovorstellung zu teueren Preisen, deren ganzer Betrag für den „Keren hageulah" bestimmt ist. Morgen wird eine Thorarolle, die ein Jude gespendet hatte, in einem feierlichen 3ug mit Musikbegleitung des Schulorchesters in die Synagoge geführt werden. Übermorgen wird ein größer Ausflug per Boot und Dampfschiff stattfinden, welches die Schiffahrtsgesellschaft zugunsten des Geulahfonds zur Verfügung gestellt hat. Samstag wird das Aufrufen der Thora zugunsten der „Keren hageulah" versteigert. Freitag wird der Ertrag der Bäder in den heißen Quellen dem Befreiungsfonds zufließen, heute brachte man aus Dagania einen geschmückten wagen Mit allen Arten Gemüse, Geflügel. Tauben, Eiern, Blumen usw., eine Kuh, ein Kalb ins Zentrum der Stadt. Dort wurde ein Dagania-Bazar errichtet und alles wurde zugunsten des „Keren hageulah" versteigert. Iabneel (Iemmat 350 Einwohner: Gestern am 7. Siwan veranstaltete man ein Fest des „Keren hageulah". Montag, den 7. Siwan (wie bekannt, wird in Palästina Schawuoth nur einen Tag gefeiert) begann das Geuhlahfest Bis Mittag wurde gearbeitet, um 3 Uhr versammelte sich das ganze Dorf beim Bethaus, am Platze wehten Fahnen, die männliche und weibliche Jugend und die Kleinen aus dem Kindergarten kamen in einem Festzug. Es wurden Beden gehalten, dann ging Man zur Tat über. Die offenen Herzen machten offene Beutel, Als erste brachten die Frauen ihren Schmuck. Nachher wurden Gelder und andere Spenden gesammelt, z. B. Teile der Getreide- und Mandelernte, Binder, Kälber, Geflügel, verschiedene Geräte usw. viele spendeten im Bethaus und viele durch Sammlungen von Haus zu Haus. Nach Beendigung der Entgegennahme der Spenden ging ein Festzug nach Beth-Gann (bei Iabneel liegendes Dorf von 10 Familien). Der Zug wurde von Beitern und den Kindern des Kindergartens empfangen. Man zog singend in das Dorf, blieb dort eine Stunde, sammelte dort Geld und verschiedene Gegenstände. Am Abend wurde in Iabneel ein schöner Festabend veranstaltet. Bis Mitternacht tanzte man und freute sich."