Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 2 (Juli 1920)
- Date
- 1920-07-01
- Page
- Seite 30 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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wurden an <T)rt und Stelle nahezu 6000 ägyptische Pfund*) gespendet, hervorzuheben ist die Spende des Israel pnini: eine silberne ThanuKahmenorah, die der Baal-Schem benützt und an ihr die EhgnuKahlichter gesegnet hatte. Der wert einer solchen Menorah ist unschätzbar. klm zweiten Übend, der ebenfalls im Gymnasium festlich begangen wurde, war die (Opferwilligkeit noch großer. Diesmal waren die Hauptspender Handwerker, Ürbeiter und Kleinhändler. Die Menge des gespendeten Schmucks und der Silbergeräte waren ein vielfaches der Spenden des ersten übends. üuch diesmal gab man ohne Ausnahme mit viel Freude und mehr als man geben konnte. Ülte Frauen brachten ihren Schmuck mit freudigem Zittern. Innerhalb weniger Stunden war ein Kaufen von Gold, Silber und Edelsteinen beisammen. Der dritte Übend fand in der Mädchenschule statt und hatte ebenfalls günstigen Erfolg. _ Der vierte übend wurde im Waisenhaus abgehalten. Ls war eine volkstümliche Feier im wahrsten Sinne des Wortes. Leute gaben ihren letzten Sparpfennig und teilten ihren ärmlichen Monatslohn auf. hier wurde meistens Geld gespendet, aber auch viel Schmuck, Gold und Silber Kam zusammen. - Üuch die Schülerinnen des Lehrerinnenseminars veranstalteten einen übend zugunsten des „Keren hagäulah". Die Lehrerorgänisation beschloß 3000 Pfund dem „Keren hagöulah" zu spenden, das ist das halbe Monatsgehalt aller Lehrer: Die Beamten opferten das ganze Monatsgehalt. Die jemenitischen Ürbeiter spendeten - eine ürbeitswoche, dasselbe taten die Druckereiarbeiter. Man schätzt den bisher in )affa gesammelten Betrag auf mehr als 25000 Pfund. Die Summe wächst aber von Tag zu Tag. Die „Vereinigung der jüdischen Kolänien Judäas und Samarias" erklärte, daß sie Boden im Werte von 20000 Pfund spenden werde, den sie im Begriffe sei zu erwerben. Die Gäulahwoche in Liberias ist wie ein langer Feiertag. Die erste öffentliche Versammlung wurde in der sefardischen großen Synagoge abgehalten. Die „Zofim" und „Zofoth" (die jüdischen Pfadfinder beiderlei Geschlechts) verteilten sich über die ganze Stadt und gaben Befehl, Läden und Werkstätten zu schließen und in die Synagoge zur Versammlung zu gehen, ülle Läden wurden um 2 Uhr nachmittags geschlossen und alles versammelte sich in der Synagoge. Dort wurden Flugblätter verteilt und mehrere Beden gehalten und sofort begann man die Spenden zu verzeichnen. Die (Opfer- *);<E»n pfunh qnlf vor dem Xrieqe etwa 20 Mark, heule ist es säst 200 Mark wert. 30