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Bar Kochba · 1921-06-01 · Heft 24 · p. Seite 372

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 24
Date
1921-06-01
Page
Seite 372 (sequence 4)
Language
German
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Moses Pi p e n b r L n k § Hb enteil« r von L. z. Klötzel y. und letzter Kapitel, in dem wir von Moses Pipenbrink klbschied nehmen. ■ (Sd)lu&) ' währenddessen saß k)err Zilbermann oben in der kleinen Stube bei Frau Trina, wo die Punschgläser noch auf dem Tisch standen und wo es nach dem schlechten Tabak roch, den der Matrose in seiner pfeife geraucht hätte. Aus der Kammer Hörte man das leise Atmen von Moses Pipenbrink und aus der Küche klang es, als wenn dort eine Säge durch hartes Holz schnitte. Das war Jan, der über all feinem Kummer mit der Katze auf dem Schoß eingeschlafen war. Frau Trina saß Herrn Zilbermann gegenüber. Sie stützte den Kopf in die großen zerarbeiteten Hände und starrte vor sich hin. „Was soll nun werden?", ging es ihr durch den Sinn. Daß Moses wieder ins Waisenhaus sollte, schien ihr unmöglich. Sie hatte es an ihrem Jan erlebt, daß ein Junge, den einmal die Lust zur See gepackt hat, nicht zu halten ist. Sie bedachte nicht, daß Moses ja nur von Jan verleitet worden war und daß er nie von selbst auf den Gehanken gekommen wäre, an die Elbe zu laufen. fjerr Silbermann aber saß da und sprach kein Wort. Dafür holte er einen großen Brief aus der Tasche, legte ihn vor sich hin und las ihn mehrmals hintereinander durch. Je länger das dauerte, desto unheimlicher wurde es Frau Trina. Tine dunkle Ahnung stieg in ihr auf und schließlich glaubte sie es ganz bestimmt zu wissen, daß in diesem Briefe Moses Schicksal entschieden würde. Endlich sah Herr Silbermann auf. „Frau Trina," sagte er und tippte dabei mit seinem langen Zeigefinger auf das Papier, „Hier in diesemBrief steht etwas, was uns beide freuen sollte und was uns trotzdem beiden Schmerzen macht. Sch habe geglaubt, über die Herkunft unseres Moses Nachforschungen anstellen zu sollen, denn wenn er noch irgendwo in der Welt verwandte oder gar Eltern besäße, so wäre es ein Unrecht, wenn man ihn ohne Nachricht darüber ließe. Und nun hören Sie, was in diesem Briefe steht: 372

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