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Bar Kochba · 1921-06-01 · Heft 23 · p. Seite 361

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 23
Date
1921-06-01
Page
Seite 361 (sequence 9)
Language
German
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Rothschild erzählte seinem neuen Bekannten, welch furchtbare Rngst er ausgestanden habe, und der Lange sagte immerzu: „Wall, wall," und machte dazu noch im Gehen Rratzfüße. Ruf dem Neuen Wall rief Herr Silbermann ein Ruto heran und alle stiegen sie ein. Es war das erste Mal, daß Moses in einem Ruto saß. Aber er wunderte sich gar nicht: Wie sollte er auch?. Er war ja heute schon in einer Mikkepukke, auf einem Petroleumdampfer und im „grünen Rugust" gefahren, Da machte das Ruto steinen Eindruck mehr. Sic fuhren in Frau Trinas Wohnung. Rls Moses wieder in der kleinen Stube saß, in der er so lange nicht gewesen war, da war es plötzlich mit all seinem Mut zu Ende. Es war ja eigentlich gar kein Grund dazu da, aber jetzt begann er zu weinen, immer heftiger und immer lauter. Vas Schluchzen schüttelte den kleinen Rerl, der so. tapfer alle Rufregungen überstanden hatte. Und Jan ging es ganz ähnlich, vor dem Feuerhaken seiner Mutter hatte er keine Rngst, aber Moses weinen sehen, nein, das Konnte er nicht. Er schlich sich ungesehen aus dem Zimmer und ging in die Rüche. Dort war es dunkel, aber aus einer Ecke glühten ein paar grüne Ratzenaugen. va setzte sich Jan auf den Rohlenkasten, nahm den großen schwarzen Rater auf den Schoß und heulte auch, was das Zeug halten wollte, Der Rater machte sichs bequem und schnurrte. Ueber dem Weinen war Moses Pipenbrink eingeschlafen. Frau Trina brachte ihn zu Veit. Rls sie wiederkam, hatte Herr Silbermann Punsch gebraut und die Männer tranken, Herr Rothschild nippte nur an seinem Glase. Der Matrose vom Petroleumdampfer aber ließ sich immer wieder einschenken. Rls er zu vergnügt wurde, meinte Herr Silbermann, es sei nun wohl Zeit, schlafen zu gehen. Herr Rothschild verabschiedete sich sogleich und er sorgte dafür, daß der Matrose die Treppe herunterkam, ohne sich den hals zu brechen. Rber als sie unten waren und die frische Luft ihm um die Stirn wehte, stieg dem Matrosen der Punsch zu Ropf. Er glaubte, er sei auf seinem Dampfer und müsse am Mast hochstlettern. Dabei versuchte er, an einem Laternenpfahl hochzukommen. Herr Rothschild redete ihm zu wie einem kranken Pferd, aber der Matrose meinte, er sei eine Landratte und verstände nichts von der Seefahrt. (Sort|«*ung folgt.)

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