Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 22
- Date
- 1921-06-01
- Page
- Seite 348 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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einen roten Schnabel und gelbe Führ, Oie Raben sind auch von Gott zu besonderen Taten ausersehen. hat nicht Noah zunächst einen Naben ausgeschickt um zu sehen, ob sich das Wasser schon wieder von der Erde perliefe? Und als der Prophet Elia in der wüste weilte,/ waren es da nicht Naben, die ihm täglich Nahrung brachten? Und warum sind die Naben mit solcher Gnade bedacht worden? weil sie die Menschen ein wichtiges Gebot gelehrt haben. Als Kain seinen vruder Nbel erschlagen hatte, da saßen Ndam und Eva bei seinem toten Körper und weinten bitterlich. Sie wußten aber nicht, was sie mit ihm beginnen sollten. Da dam ein Nabe, dem war sein Gefährte gestorben: Er trug ihn im Schnabel dicht vor Ndam und Eva hin, scharrte mit seinen Füßen eine Grube und legte seinen Freund hinein. Dann scharrte er die Grube wieder zu. Als das Ndam und Eva sahen, begriffen sie, Gott will, daß die.Toten zur Erde bestattet werden, und so gruben sie nach dem veispiel des Naben ihrem Sohne Nbel das erste Menschengrab, daß es auf Erden gab. Der Nahe aber heißt seitdem bei vielen Völkern der Welt heute noch der „Totengräber". hie Krifee linh hie TTTrtii« wenn die Köchin einmal ein Mäuslein gefangen ulc naye UNO oie ulaus, hat, seht es euch recht genau an. Ihr werdet dann bemerken, daß es auf der Lacke eine kleine Naht hat,-grade als ob dort etwas geflickt worden ist. Zu dieser Naht ist die Maus in der Arche Noah gekommen. Bei der Schöpfung waren Katze und Maus gute Freunde, die nach Lefehl Gottes zusammenhausen sollten, auch war die Maus ebenso groß wie die Katze. Die Maus war aber Neidisch und ging heimlich zum Herrn, um die Katze schlecht zu machen. „Herr." sagte sie, „muß ich denn immer mit der Katze Zusammenleben? Es könnte doch einmal sein, daß sie mir alles wegfrißt und ich hungern müßte." Da wurde Gott zornig und sprach zur Maus: „weil du die Katze ohne Grund verleumdet hast, soll jetzt die Katze deine Feindin werden, und ihre Nachkommen sollen deine Nachkommen, fangen und fressen." Da ging die Maus fort von Gottes Angesicht und dachte: „Ich will schnell die Katze totbeißen,- ehe sie mich frißt," und biß die Katze in den Kopf. Die aber wehrte sich und besiegte die Maus, von da an. kamen die Mäuse immer als ganz kleine Tiere zur Welt. Als nun die Sintflut kam, und Noah von allem Getier je ein Paar in die Arche nahm, gebot er ihnen, Frieden Untereinder zu. halten, wie nun eines Tages die'Katze neben der Maus saß, dächte sie sich:' „Meine Mutter hat die Mutter dieser Maus gefressen, warum soll ich sie nicht verzehren?" Und sie wollte sie fangen. Die Maus aber entfloh, lief durch die ganze Arche und die Katze immer hinter ihr her. Die Maus fand kein einziges Loch, um hineinzuschlüpfen, so gut hatte Noah die Arche gebaut. Als sie aber in höchster Not war, öffnete Gott selbst ihr ein Löchlein, in dem sie sich bergen konnte. Die Katze wollte sie dennoch sangen und steckte eine ihrer Krallen in das Loch. Da schriedie Maus, und wie sie jo ihr Maul aussperrte, faßte die Katze mit der Kralle hinein und riß. ihr die Lacke auf. Später lief die Maus dann zu Noah und weinte: „Ach, lieber Noah, nähe mir meine Lacke wieder zu. denn die Katze, mein Feind, hat sie mir zerrissen!" „Geh zum Schwein," sagte Noah, „und laß dir von dem eine Lorste aus feinem Schwanz schenken, damit will ich dir die Lacke zunähen." Da ging die Maus zum Schwein und das schenkte ihr. eine Lorste aus seinem Schwänze und damit nähte Noah der Maus die Lacke zu. Zur Erinnerung aber tragen heute noch alle Mäuse auf der Lacke eine Naht. (Aus dem 2. Bündchen der Bot Kochba- Sugenddücherei. dar demnächst erscheint.)