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Bar Kochba · 1921-06-01 · Heft 22 · p. Seite 347

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 22
Date
1921-06-01
Page
Seite 347 (sequence 11)
Language
German
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N och e in V ries! Ls tat mir so sehr leid, daß ich neulich ein Kitzchen Müde, aber ein Mädel stimmte nicht zur Zusammenkunft in der Kurfürstenfröhlich an : „Wohlan laßt das Linnen ftraße kommen konnte, über ich war an und Sorgen" und wir wanderten vergnügt dem Tage mit Mädels und Jungen? zul' Stunden bis Wannsee und führen von sammen, die nicht in den Grunewald hätten dort nach Haus und hatten noch ungewollt, fahren können, wenn ich sie nicht abgeholt eine feine Lag be Gmer Feier, hätte und mit ihnen hinausgefahren wäre, Im Sommer wollen wir jeden Tag um draußen im Freien mit ihnen zu spielen hinaus in unser« Garten. Über das geht und vergnügt zu sein. nur mit den größeren Mädels und Jungen; ün jedem Dienstag fahre ich mit den und ganz traurig sind immer all die viele» 20 größten meines Kinderhortes nach Stahnskleinen die nur im Garten am Hause darf zu einem Gärtner. Da hat jeder Junge spielen dürfen. Venn das wandern erlauben und jedes Mädel ein kleines Beet, worauf die Mütter nur sehr ungern, weil sie nicht es säen und pflanzen darf, was es will, so viel Stiefelsohlen bezahlen können. Und Und wer vernünftig ist, darf auch bei dabei möchte ich, daß gerade diese Kinder andrer Ürbeit im Garten helfen. Wer von so viel wie möglich hinaus ins Freie Euch schon mal Gartenbäu getrieben hat, kommen, denn denkt mal, die müssen oft weiß ja selbst, wie herrlich das ist. Jetzt , mit 6 Geschwistern in einem kleineit hofhaben wir Radieschen und Salat gesäet stübchen in einer ganz engen Straße wohnen, und Bahnen gelegt und wenn die kalten weil die Eltern aus Polen vertrieben wur- Maitage vorbei find, setzen wir die kleinen dsn und sie hier nun nicht gleich verdienen Tamatenpflanzen ins Freie, die jetzt Noch können, über wir können doch gar nicht im Treibhaus geschützt stehen. Und an froh sein, wenn wir wissen, daß es viele, den Blumen, die wir mit nach Haus Nehmen, viele jüdische Kinder gibt, die nicht einmal haben wir-die ganze Woche Freude und ein Bett haben, in das sie sich abends wenn wir ihnen jeden Morgen vor der legen können und die oft vor Hunger Schule frisches Wasser geben, freuen wir und Kälte sterben müssen. Ihr alle, die uns schon wieder auf den nächsten Gartenbauihr es so gut habt, könnt ihnen viel helfen . Tag. Die Jungen dürfen draußen auch Schreibt an den Var Kochba, wenn Ihr manchmal Holz hauen, die Bienen dürfen Euer Zimmer mit einem andern jüdischen wir bei ihrer fleißigen Ürbeit beobachten Kind teilen wollt, damit es sich wenigstens und wenn wir früh genug aufgehört haben, eine Zeit lang satt essen, sich wohl fühlen kann, spielen wir draußen am Waldrand noch Glaubt Ihr nicht, daß Ihr noch viel froher Völkerball. sein werdet, wenn Ihr geholfen habt, andere Und wißt -Ihr, was uns dabei gestern Kinder froh zu machen? Und jeder und jede passiert ist? üls wir um 7,7 Uhr zum von Euch kann helfen! Lahnhof kamen, war unser letzter 3ug Ich grüße Euch alle herzlich! gerade fort. Wir waren ja eigentlich schon Eure heta Laspari. Zwei Tiergeschichten Nr»n San ftnKoti Die Raben sind ganz besondere Vögel, denn sie haben nur eine ■ 11 üv» nuueu. ejn;(jgC Farbe von Kopf bis zu den Füßen, und die ist schwarz. ÜUe anderen Vögel haben verschiedene Farben, sogar die Gans, die doch weiß ist, hat 347

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