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Bar Kochba · 1921-05-01 · Heft 21 · p. Seite 335

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 21
Date
1921-05-01
Page
Seite 335 (sequence 15)
Language
German
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hier a b sch ne i d e n! Religion, Lolonel der „ameriean gwlrdians"*) usw- Der veamte konntenicht läng-r zweifeln, er mußte feine Pflicht tun, felbst auf di« Gefahr hin. von diesem riesige» Juden verprügelt zu werden. WSHrend die Umstehenden in atemlosen Schweigen verharrten, schlugen rings im Umkreis die Glocken die Mitternachtsstunde. Lin Seufzer löste sich aus des bedrängten Beamten Brust und mit lauter Stimme rief er in den Ureis der Neugierigen: „3m Namen des Fürsten, der Iudengrojchen ist von Stund ob aufgehoben l" „Nein!" schrie da der Fremde, „den letzten Iudeng röschen wollen wir bezahlen, was, Bruder?" Und damit nahm er den Kleinen Juden, der wie im Traum der ganzen Szene bisher zugeschaut hatte, bei der Hand, und warf ein großes amerikanisches Geldstück mit voller Wucht auf dm Tisch, daß es mit klingendem Ton auseinandersprang. „Und merk's Luch, ladies and gentlemen, das war der letzte Iudengroschen. Lin freier amerikanischer Bürger hat ihn gezahlt, hebt in Luch auf zum Rndenken daran, daß Eure Fürsten mit Menschen umgingen, wie mit Vieh. Und nun weiter, Schwager, fahren wir hinein in die Freiheit." Der Postsekretär hielt noch lange nachher den gesprungenen Dollar in der Hand. Und seine Nachkommen heben ihn noch heute auf, als den letzten „Iudengroschen", der in Deutschland gezahlt wurde. *) Oberst in einem amerikanischen Regiment. Hiera b s ch n ei b e n! (war Du nicht vers prechen kannst, streiche durch!) 3d) (Name und Adresse) verpflichte mich durch diesen Schein, mit allen meinen Kräften dafür zu sorgen, daß wir jüdischen Kinder recht viel Geld, äufbringen, um unsern Freunden und Freundinnen, die durch den Krieg in Not und Elend geraten sind, zu helfen. Darum: 1. sende ich von meinem eigenen Taschengeld oder aus meiner Sparbüchse Itt. 5 - 2. bitte ich um Zusendung von 5 - 10 - 20 - Var Kochba Jugendbüchern zum Preise von M. 2 - die ich zum Vesten der Sammlung verkaufen will, 3. werde ich unermüdlich bei allen mir bekannten Juden sammeln, vor allem aber alle jüdischen Schüler und Schülerinnen bitten, uns zu helfen. 4. habe ich diesen Schein meinen Eltern gezeigt und sie gebeten, sich genau durchzulesen, war auf der anderen Seite steht. 5. sende ich diesen Schein sofort an: Redaktion der vor Kochba, Berlin NW 7, vorotheenstratze 35. - i 335

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