Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 21
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 332 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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„Du sagst ja und ich sage nein. Zchawuoth feiern wir wegen des Gedenkens der Thora und wegen noch was," sagte Schai und seine Uugen blitzten vor Schlauheit, als wenn er etwas versteckt hätte, was niemand wußte. „Uber das habe ich doch schon lange gesagt," triumphierte Tola, „ich habe euch schon gesagt, daß man an Schawuoth Milchspeisen ißt, daß man das Haus schmückt, daß wir Ferien haben, und noch viel inehr!" „Ihr wißt alle nichts," sagte Schai, „Schawuoth ist „Jom ha Bikurim, ja!" „Welche Besuche? Wen besucht man?"*) fragten die Mädchen. Und wirklich erinnerten sich Lipman und Ukiba und auch Tola, daß Schai recht hatte, daß Schawuoth das Fest der Erstlinge sei, das Fest, an dem man die ersten Früchte des Feldes zum Dankopfer im Tempel darbrachte. „Und wen besucht man?" fragten die Uleinen wieder. Uber schon läutete es; die Gesellschaft mußte sich trennen, um sich in der Ueihe aufzustellen und in die Ulassen zu gehen. Uber Judith lief hinter Schai her und rief hartnäckig: „Uber wen besuchen sie denn?" (Aus 6em f}cbraijd]cu, übeitauieu von Diua (Ilemeitce IHaqer.) *) Das ist ein Wortspiel! Diknrim heißt Erstlinge und auch besuche. Jüdisches Uinderelend In diesem dunklen und feuchten Loch, in dem die Batten umherlaufen, Hausen sieben Personen, darunter vier Binder. MMR 332