Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 21
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 328 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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heißt, die Völker der Veit erkennen an, daß die Juden ein Volk find und daß das Land ihrer Väter ihnen wiedergegeben werden soll. Ihr wißt, daß Palästina vor dem Uriege türkisch war. Rls die Türkei nun in den Urieg eintrat, begannen die Engländer einen Feldzug zur Eroberung Syriens und Mesopotamiens. Da ließ die englische Regierung durch ihren Staatsmann Balfour an einen angesehenen englischen Juden, den Lord Notschild, einen Brief schreiben, in dem sie ihm mitteilte, daß, wenn es ihrem General Rllenby gelingen sollte, das jüdische Land zu erobern, sie auf der Friedenskonferenz dafür sorgen wolle, daß es dem jüdischen Volk wiedergegeben werde. Vieser Brief rief bei den Juden große Begeisterung hervor, und aus den Ländern der Entente, besonders aus Rmerika, meldeten sich Tauseude von Freiwilligen, die dann als besondere jüdische Regimenter in Palästina gekämpft haben. Rls dann die Friedenskonferenz kam, durften vor ihr die Vertreter des jüdischen Volkes erscheinen und feierlich verlangen, daß Erez Israel wieder zum Iudenland werde: Das wurde ihnen zugesagt, da aber damals noch nicht der Friedensvertrag mit der Türkei abgeschlossen war> konnte es erst jetzt in San Remo niedergeschrieben und besiegelt werden. So werden wir es in kurzer Zeit erleben, daß aus allen Teilen der Welt die Uinder des jüdischen Volkes in ihr altes Heimatland wandern werden, aus dem die Römer sie einst vertrieben und das fie in aller Rot nie vergessen haben, vor allem unter der jüdischen Jugend aller Länder gibt es viele, die nach Erez Israel gehen werden, um dort am Wiederaufbau mitzuarbeiten. Die meisten von ihnen wollen Bauern werden, und den jüdischen Boden beackern. So wird alles wieder aufleben, was einstens gewesen ist, am schnellsten aber die hebräische Sprache lasclion kslcoclescti, die „heilige" Sprache, in der Moscheh die Thora vom Sinai brachte. Wir aber, die wir uns all dessen von Kerzen freuen, wollen diele Zeilen schließen mit jenem alten, schönen Segensspruch, der den Dank dafür aus* spricht „schehechejanu, w’kijemanu w’hißianu las’man häseh“, daß wir diese große, herrliche und schöne Zeit erleben dursten. tnofc$ pipenbrinfc mußten diesmal wegen Platzmangel fortbleiben. — ^ue Rbonnenten haben angemeldet: Xurt Holz. Norbert und Leonhard Israel, Gerhardt vambitsch, Eva Loewq, Theodor Feibusch, sämtlich in Groß-Berlin! Wann kommen Meldungen aus anderen Städten? 328