Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 20
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 316 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2276426-2276427-2276446--337-2276877- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 1× ep/1046078
OCR text
ausgestreckt und rauchen die Nargileh, die Uns wird er schon zu viel, und wir machen Wasserpfeife, in einem andern Nebenraüm, einen kleinen Spaziergang. In der Nähe an der einen Seite der Schim'on-Grabes ist eine große höhle mit vielen Felsengräbern, betet ein Minjan, dann wieder Kommt eine dreißig Schüler vom Hause Hillel sind hier Frau, tiefernst, noch gebetversunken, von angeblich begraben. Gben auf der Höhe der Grabstätte und wischt sich die Tränen aus noch ein Grab, Rahbi Jochanan, der Schuhden Augen. Als ich herauskam, ging es auf macher! Gott weiß, wer auf die Idee kam, dem Hofe schon ein wenig wild zu, einzelne alle diese Leute hier zu suchen! Und überall Gruppen tanzten in großen R reisen um hin kommen die Pilger und stecken ihre einen, der in der Mitte stand, mit wilden Lichter an und beten oder sagen Raddisch. hebräischen Liedern, klatschend, mit den wir liegen auf der höhe, bis es Abend wird. Füßen stampfend, sich immer stärker erhitzend. Ein bekannter aus Safed führte uns wir gingen, hinaus zwischen die Zeisen. jn die Wohnung eines Arabers, bei dem va kam von Ferne ein Zug: vie Sefer wir einen Führer mieten und Abendbrot Thora aus Safed wird in einem weg von essen wollen. Ts ist ein einfacher Mann, drei bis vier Stunden herausgebracht. fein Haus ist aus Lehm gebaut, wir voran eine Ravalkade zu Pferde, dann kamen in das Herrenzimmer, in der Ecke Männer mit Fahnen und Wimpeln, dahinter der Herd, an der wand ein vord aus. die Sefer Thora selbst, getragen von einem Lehm, sonst nichts im Zimmer, außer ein Manne zu Fuß. Sobald sie sichtbar werden, paar Teppichen, wir müssen natürlich in wird es oben auf der höhe noch unruhiger, Strümpfen gehen. Wir setzen uns auf den die Männer fangen an. noch wilder zu Teppich und bekommen bald Abendbrot tanzen, und einer schlägt ein einfaches serviert, nicht für uns allein, sondern mit Instrument dazu, einen unten statt des unsern Wirten zusammen. Es kommt ein Lodens mit einem Trommelfell bespannten Tisch, d. h. eine aus Stroh geflochtene Tonkrug. Vas ist wenig Musik, überplatte, runde Scheibe, die auf den Boden Haupt ist es in diesem Jahre weniger lebvor uns gelegt wird. Darauf kommen Haft als früher, denn seit vor einigen Zähren ein paar Schalen Yoghurt/) einige mit, einmal beim Fest ein Einsturz stattfand, andere ohne Rnoblauch, ich erwische mit haben die Rabbiner auf die Frauen und / meinem Nachbar (wir waren im ganzen Musiker (Rlesmerim) einen Lherem. einen sechs Personen zu besuch) eine ohne bann, getan. Es find zwar immer noch linoblauch. In der Mitte kommt ein Frauen da. aber eben nur ein Instrument, großer Topf Reis zu stehen, auf dem oben und während früher viele Tausende in ein paar Stückchen gekochtes Hammelfleisch Meron gewesen sein sollen, schätze ich die liegen. Lin Glück, daß der Araber weiß, Menge jetzt auf höchstens dreitausend, vieldaß Juden bei ihm kein Fleisch essen, wir leicht noch weniger. Die - Thora kommt also von dem mittleren Topf dispensiert immer näher, die Rinder werden hochgesind, denn ich sehe mit leisem Schauder, halten, jeder küßt die Thora, sie wird in wie die Araber zunächst mit ihren Händen langsamem Zuge von Hand zu Hand gekräftig in den Reisbrei hineinfahren, ihn geben, erst vier Ellen vor dem Tore hält schön durcheinander rühren, ein Stückchen sie still und er gibt einen Augenblick Ruhe, Hammelfleisch dazulegen und dann die die freilich gleich darauf wieder wilden Hand mit mehr oder weniger großer Tänzen und Gesängen Platz macht. Rings Eleganz zum Munde führen. Der vrotum den Hof ist eine Gallerte, sie ist belagert fladen fehlt natürlich auch nicht: er ist von Frauen, die von oben dem Einzug der Thora und dem Treiben der Männer zusehen. ähnlich uns»r«r »vickmilch.» 316