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Bar Kochba · 1921-04-01 · Heft 19 · p. Seite 303

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 19
Date
1921-04-01
Page
Seite 303 (sequence 15)
Language
German
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Tag ein armes und wenig fruchtbares Land geblieben ist- Dann erzählte er ihnen, wie .schon die ersten jüdischen Kolonisten erkannt haben, daß das Pflanzen von Säumen die wichtigste Arbeit sei, die sie für den Wiederaufbau des Landes leisten könnten, und daß heute jeder Saum in Erez Israel als ein Heiligtum, als ein Volksschatz gelten müsse, der behütet und gepflegt werden soll. Dann erzählte er ihnen von den Menschen, die in Daganiäh leben und von ihrer Arbeit. Kurz vorher war ein Arbeiter, der zu den - ersten gehörte, die dorthin gekommen waren, um das Land mit ihrer Hände Arbeit aufzubauen, bei einem Sturm im Tiberiassee ertrunken. An ihn sollten die Kinder denken, er war ein jüdischer Held, keiner, der mit Säbel und Flinte in den Krieg zieht, um Menschen zu töten, die ihm nichts getan haben, sondern einer, der in langer, schwerer Arbeit, trotz Krankheit und Not, die er oft dabei litt, mitgeholfen hat, um aus Palästina wieder das jüdische Land zu machen. Dann stand ein einfacher Arbeiter auf, ein Kamerad des Gestorbenen, und schilderte, wie dieser mit ganz besonderer Sorgfalt sich der Bäumchen angenommen hatte, welche die Kinder gepflanzt halten. Nun wollen alle Arbeiter der Farm diese Säume-in ihre Gbhut nehmen, und die Uns c r e 5 r c un d e i it <E r ( u r i b e i d e r 0) a r t e 11 a r b e i t Feld am Jordan, wo in diesem Iahre die Säume gepflanzt werden sollten. €s war herrliches Frühlingswetter, die Mandelbäume standen in voller Blüte. Jedes Kind hatte eine Schaufel und ein ganz kleines Säumchen in der Hand, die Arbeiter hatten schon vorher die Stellen gekennzeichnet, an denen' gepflanzt werden sollte, und nun bemühte sich jedes Kind, sein Säumchen so schön und gut wie.möglich einzusetzen. Stellt euch das einmal vor! Achthundert jüdische Kinder auf einem weiten Feld, in der freien Luft, in der herrlichenFrühlingssonne Erez Israels, und jedes pflanzt ein Säumchen. viele befestigten a» dem ihren ein kleines Jettelchen, auf dem ihr Name stand, und sie baten die Arbeiter, auf ihr Säumchen ganz besonders zu achten. „wir werden jedes Jahr nach vaganiah kommen, werden immer neue Säume pflanzen, und wenn wir groß sind, dann werden die Säume —nochfLingtschickl von Ioe! vranb) nehmen, und die sollen ■ heran wachsen zu einem herrlichen Walde, dem Toten zum Andenken, den Lebenden zur noch einmal so gern, weil wir sehen, daß LwaiiKa UmX Kamm «aa am Kt a t/tt«VitHr aii{ aSm K!a . ^Ttt aamK uma (• aKam - ttt«f I viel größer geworden sein als wir, und ein -einziger großer Wald wird das Jordantal erfüllen."; v. Dann verging der Nachmittag mit Gesang und Spiel. Als am Abend die Kinder ihren Heimweg antraten, und ihre Lieder noch lange auf allen Straßen und auf dem See ertönten, da standen die Arbeiter von Vaganiah vor dem Tor ihrer Farm Und dächten: „Nun arbeiten wir Freude. Und dann zogen die Kinder auf ein die Jugend uns helfen will" 303

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