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Bar Kochba · 1921-04-01 · Heft 19 · p. Seite 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 19
Date
1921-04-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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andere wieder hängen das ihre an das der glücklicheren Lameraden und das große Schiff schleppt all die kleinen Boote mit sich, bis rasselnd die Anker herunterfallen und jede Bewegung des Schiffes aufhört. Weit mehr.Voote, als Passagiere finden können, drängen sich um die Schiffsleitern. Ein für abendländische Ghren unentwirrbares, babylonisches Geschrei erfüllt die Luft. Am besten kommen dabei die veckspassagiere weg, die aus den benachbarten Häfen kommen und die Sprache der Bootsleute verstehen, während der letzten Halben Stunde haben sie geschäftig gepackt. Verschleierte Mohammedanerinnen, die bisher mit ihren Lindern an einem besonderen Platz gesessen haben, der sorgfältig mit Decken verhüllt war, damit kein freMder Mann sie erblicken könne, gesellen sich jetzt zu ihren Reisegefährten. Gestalten in alle» möglichen Morgenländischen Trachten, Araber mit Turbans auf dem Kopf, in gestreiften, braun und weißen Abajes oder Mänteln, schwarze Nubier mit rotem Fes. blauer, baumwollner Jacke und Beinkleid, braune Levantiner iu europäischer Kleidung, Syrer und Aegypter mit Turban und wallenden Gewändern drängen sich an die Treppe. Manche von ihnen werfen geschickt ihr Gepäck vom Schiff aus in das gewählte Boot. Bloße Beine und Füße mischen sich mit europäischen Stiefeln und Pantoffeln aller Art. Neben iurchterregendxn schwarzen und braunen u njero zreu n (V ) l)ans Fratzen sieht man sanfte und schöne Gesichter. Var alles drängt Mit hast in di« Boote, und bald stehen nur noch Europäer an Bord, bis auch sie, manche mit beimlicher Angst, in die Boote geklettert sind. Es bedarf größer Kraft, und Geschicklichkeit, um hie Ueberfahrt gefahrlos zu gestalten. Die flach gebauten Boote müssen durch eine sehr enge Geffnung in den Riffen steuern, die Brandung kann sie leicht hegen die Klippen schleudern. Bei Heftigem wind sind daher die Boote in ständiger Gefahr, zu scheitern. Die Klippen ziehen sich in einem weiten Halbkreis vor der Stadt hin. Die Einfahrt ist allein den einheimischen Schiffern bekannt. Ast man erst einmal glücklich hindurchgelangt, so ist jede Gefahr vorüber. Man besindet sich dann in einem ganz stillen, aber auch sehr seichten Hasen. ~ von Norden her gibt es eine zweite Einfahrt, aber da sie vom Häfen weit entfernt ist, wird sie nur selten benutzt. Die Landung selbst bietet dem Europäer . eine neue Ueberrffchung, Etwa hundert Meter vom Ufer stößt das Boot plötzlich auf weichen Grund, man wird von dem arabischen Ruderknecht auf den Kücken genommen und an Land getragen. Dabei kommt es vor, daß die Araber solche Fahrgäste, die sich bei der Bezahlung der Fährlohnes als knäuserig erwiesen Haben und nicht genügend „ vakschisch" (Trinkgeld) gaben, ein Kaltes Bad nehmen lassen, indem sie mit ihm hinfallen. Dem Araber. d e i n B rem e u iboldfchniiüt 301

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