Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 18
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 276 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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auch zwei Vorrotsstädte bauen. Mizrajim wird in der Bibel das „Sklaven- Haus" genannt. Vas hat seinen guten Grund. Venn die ägytischen Könige ließen ihr eigenes Volk und die Fremden. die in ihrem. Lande lebten, hart arbeiten, um die großartigen Bauten zu errichten, die wir noch heute als das wunderbarste bestaunen, was Menschenkraft geschaffen hat. 3wei Arten von Gebäuden sind es besonders, die durch die Fronarbeit des Volkes gebaut wurden: die Tempel für die ägyptischen Götter und die Grabdenkmäler der Könige, die Pyramiden. Unerhörtes ist hier geleistet worden. Won hat ausgerechnet, daß die Cheopspyramide allein aus etwa 2 Millionen riesigen Guadern besteht, die auf der andern Seite des Nils aus Steinbrüchen gehauen wurden, dann über den Fluß zum Bauplatz gebracht und dort zu dem Niesenbau aufeinandergetürmt wurden. Noch heute begreifen wir nicht, wie es möglich war, daß man diese Steinmassen ohne Vamps, ohne Elektrizität, nur durch die Kraft von ganzen Arbeiterarmeen fortbewegen konnte, Vas ging eben nicht ohne Sklaverei und darum nennt die Bibel wizrajim das ..Sklavenhaus." Trotzdem muß man hohe Achtung haben vor der Baukunst der Aegypter, die ihren toten Königen Denkmäler errichtet haben, die bis an das Ende der Tage stehen werden. ‘ T Die Aegypter dachten sich die Welt von vielen Göttern bevölkert, von ein paar Mächtigen Hauptgottern, und von zahlreichen Kleineren, die nur in einzelnen Städten oder Provinzen verehrt wurden. Viesen Göttern waren allerlei Tiere heilig: das Nind und das Lamm, der Sperber, der Ibis, dys Krokodil und viele anders. Meist sind diese Götter auch als Menschen mit Tierköpfen abgebildet. Jetzt begreifen wir auch, warum die Israeliten in der peßachnacht ein Lamm schlachten und sein Blut an die Türpfosten streichen sollten. Venn das Lamm war ein heiliges Tier, das nicht getötet werden durfte. Pie Israeliten sollten geprüft werden, ob sie Mut genug besäßen, sich offen vom ägyptischen Glauben loszusagen. Aber noch etwas anderes verstehen wir jetzt: die Geschichte vom goldenen Kalb. Als Moses auf dem Sinai weilte und das Volk zu verzagen anfing, da kehrte es zu den alten ägyptischen Sitten zurück und verehrte das Bild eines heiligen Tieres. Moses selbst ist, wie wir wissen, beim Pharao erzogen worden. Auch sein Name ist ägyptisch. Ls hat mehrere Könige in Aegypten gegeben, die den Beinamen ..Mösts" führten. Venn Moses bedeut das Kind, vie Königstochter nannte das Knäblein „Kind." weil sie es aus dem Wasser gezogen hatte und als ihr eigenes Kind behalten wollte. Lin berühmter ägyptischer König heißt Tut-Mosis, d. h. Kind des Tut, eines Gottes. - Moses kannte auch alle Künste und Geheimnisse der äpyptischen Priester 276