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Bar Kochba · 1921-01-01 · Heft 14 · p. Seite 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 14
Date
1921-01-01
Page
Seite 221 (sequence 13)
Language
German
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Die großen Männer der Geschichte sind nicht die, welche Kriege geführt und Schlachten geschlagen haben, sondern jene Anderen, die durch ihre Arbeit und ihren Geist die Menschheit «in Stück, vorwärts brachten, während aber die Feldherren und Eroberer auf Jahrhunderte hinaus im Gedächtnis der Nachwelt leben, sind die Namen vieler von denen, deren Erfindungen wir uns bedienen, vergessen. Wenn sie aber einmal genannt werden, nennt man wohl Deutsche- Engländer,Franzosen, Amerikaner, alle Völker der Welt — nur keine Juden. Denn das Gute was ein Jude schafft, wird immer dem Volke zugezählt, in dessen Mitte er lebt, von jüdischen „Wucherern" kann man jeden Tag lesen, von jüdischen Erfindern niemals. Und doch sind viele der wichtigsten Erfindungen von Juden gemacht worden. Nur die bekanntesten von ihnen seien hier genannt. Wenn die „Bodensee" dahergeflogen kommt, tönt es von allen Lippen: „Zeppelin." Eigentlich aber sollte es „David. Schwarz" heißen. Denn lange vor Zeppelin schon hatte der Jude Schwarz erst der österreichischen, dann der russischen find zuletzt der deutschen Negierung seine Pläne eines lenkbaren Luftschiffes vorgelegt. Sieben Jahre lang kämpfte er für seinen plan, als er schließlich unerwartet ein Telegramm bekam, daß er in Berlin einen Probeflug fl I b o r t (E i n st e.i n. der berühmte jüdische Gelehrte, der die' Entdeckungen von Xopernikur. Xeppler und Newton vervollständigt hat unternehmen solle, starb er vor Freude.' Zeppelin hat dann seine Pläne vervollkommnet. Ihn kennt heut alle Welt. David Schwarz ist vergessen, aber die jstdische Jugend sollte sich mit Stolz seiner erinnern. , Auch, das Automobil ist von einem Juden erfunden worden, und, zwar das Venzinautomobil von Siegfried Marcus, das elektrische Automobil von M. David• sohn. Marcus hat lange um die Anerkennung seiner Erfindung kämpfen müssen, jetzt schmückt sein Geburtshaus eine Gedenktafel. Wenn wir dös Telephon benutzen, so bedienen wir uns ebenfalls der Erfindung eines Juden. Gewöhnlich wird als der Schöpferdes Fernsprechers der Amerikaner Graham Bell genannt. Aber schon Jahre vorher hatte Philipp Reis zwei gelehrten Gesellschaften seinenApparat vor geführt, konnte ober durch Krankheit seine Erfindung nicht.ausnutzen. Sein Telephonwar natürlich noch sehr einfach, und erst durch die Verbesserungen E m i l Be r I i n e r s, der das Mikrophon erfand, ist das wunderbare Instrument geschaffen worden.; das die menschliche Stimme über die weitesten Entfernungen von einem ®rt zum andern trägt. In den deutschen postdienst wurde das Telephon durch EmilRathenau eingeführt, der auch zuerst das elektrische Licht in Deutschland verbreitet hat, nachdem Edison

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