Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 14
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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schrecklich laut „Nutze " schrie. Nus den großen Rasfeetops wollte er ganz gern verzichten? Als er das Mutter Trina sagte, und ihr dabei ins Gesicht sah, da geschah etwas ganz Merkwürdiges. Nus ihren Lugen rannen plötzlich zwei Helle Tränen, Kugelten über ihre Lacken und in den Topf mit Erbsensuppe, in dem sie grade rührte. „Der Dampf beißt so," sagte fie, aber Moses wußte es besser. In dem kleinen Jungen erwachte plötzlich das Gefühl, daß das, was er selbst nicht wünschte, einen noch viel größeren Schmerz für seine Mutter bedeute. Wenn aber Muttex Trina weinte, so war die Sache unabwendbar beschlossen. Und unbewußt tat Moses Pipenbrink das einzige, was er seiner Mutter zu Liebe tun konnte. Als der Tag gekommen war, an dem er sie verlassen mußte, war er ein tapferer kleiner Rerl und erst, als er abends in dem großen Schlafsaal in einem, der eisernen Letten lag, und ringsum nichts zu hören war als die Atemzüge der schlafenden Kameraden, zog er die Bettdecke über den Kopf und weinte bitterlich, bis der Schlaf alle Sorgen und allen Schmerz von ihm-nahm. . ' " . 6. Kapitel. Moses Pipenbrink kömmt in die Schule. Am andern Morgen wurde Moses Pipenbrink auf eine seltsame Art und Weise geweckt. Er lag noch mit dem Kopf unter der Decke, da hörte er, wie jemand im Saal herumging, an Letten rüttelte und „Aufstehen! Aufstehen!" rief. Schnell steckte er den Köpf hervor, Und da sah er in einem langen grauen Schläfrock mit großen roten Troddeln Herrn Rothschild - so hieß der Direktor des Waisenhauses von Bett zu Veit gehen und gegen die eisernen Stangen Klopfen. Im Ttu fuhren alle Iungen aus dem Bett, und begannen, sich die Strümpfe anzuziehen. Raum aber war Herr Rothschild wieder hinausgegangen, schwupp! da lag alles wieder in den Zedern und dehnte und reckte sich. Nur ein kleiner Junge stand aufrecht im Vett, machte Mit den Armen Freiübungen und deklamierte dazu folgendes schöne Gedicht: Geschenkt - bleibt geschenkt. Wiederholen ist gestohlen! paldamus - deutsches Lesebuch Waldemar komm heraus. 217