Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 13
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Chronik ,, OWi 'W In Deutschland wird jetzt überall eine „ Palästina - Aufbau - Woche" veranstaltet, um recht viel Geld zu bekommen, damit Erez Israel bald für die jüdische Einwanderung vorhereilet werden kann. Ueberal! finden Vorträge über ErezIsrael und die Palästinaarbeit statt. In Berlin hat man auch die Kinder nicht vergessen, man veranstaltete für sie Vorträge mit Lichtbildern, die ihnen große Freude machten, viele dieser Vilder hat der Var Kochba schon gezrig«, andere wird er »och bringe». Aus Kuhland kommen seit langer Zeit zum ersten Mal Nachlichten über das jüdische Leben dort. Leider sind sie nichl günstig. Die Bolscheunki scheinen' die Juden nicht viel besser zu behandeln, als ehemals der Zar. Die jüdischen Gemeinden wurden aufgelöst, die vereine verboten, sogar die hebräische Sprache sollte in den jüdischen Schulen nicht mehr unterrichtet werden. Kumänien hat den Friedensvertrag so unterzeichnet, wie die Friedenskonferenz es von ihm verlangt hat. Damit hat es auch unterschrieben daß cs die ruinänischen Juden als Bürger behandeln will, und nicht als Fremde, wie bisher. Etwas sehnliches hat Rumänien schon, auf dem verliner Kongreß im Jahre 187K versprochen, - und nicht gehalten. Db es diesmal ehrlicher fein wird? In Polen, der Ukraine, Ungarn, herrscht furchtbarer Antisemitismus, und die bedrohten Juden flüchten sich nach Gesterreich und Deutschland. l)ier sind sic natürlich bei dem Mangel an Nahrungsmitteln und Arbeit auch nicht gern gesehen, wenn man sie auch nicht wieder zürückjagen will. In der deutschen Nationalversammlung ist vor Kurzem vorgeschlagen worden, sie in Gefangenenlagern unterzubringen, die vom Kriege her noch leerstehen. Auch will man versuchen, ihnen beim Ausbau des zerstörten Nordfrankreichs Arbeit zu verschaffen. In Udnstantinopel kamen Vertreter aller Juden in der Türkei zusammen, um zu beratschlagen, wie man den Gstjuden helfen könne. Es wurde beschlossen, Geld nach Nußland zu schicken und in Konstantinopel alles vorzubereiten, um von dort aus recht viel Flüchtlinge nach Palästina zu bringen. In Griechenland haben die Juden beschlossen, so viel Geld zu sammeln, daß davon in Palästina ein ganzes jüdisches Dorf gebaut werden kann. In China leben auch Juden und in der Stadt Shanghai ist ein Verein gegründet worden, der sich mit Palästinaarbcit beschäftigt und eine Schule gegründet ha», in der die Kinder l)ebräisch lernen. P e v I; e v a u p e li e r ieiu in ir:itLev 3:u'u£av .ViU'n TrIVni und TvninKv» d p.rr U'üiN.r inil, doll ou> -ulNeu O.innlik.iitl.v e lein er .Trau und iiim ein Liuhterclie» hcvoreu wurde. d<>-> L\alH'i Cati'L'iitA ivvlsieN svH. C. a. 207