Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 13
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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paldllimnr DerMlnijjc (ef)r gut kenne, so denke ich es in der Landschaftsgärtnerei zu etwas zu bringen. 3m allgemeinen ist die Gärtnerei in Palästina schwach entwichest und für unsereine» ist es schwer, vorwärts zu kommen, von Blume»., Baumschul- und Landschaftsgärtnerei keine Spur. Doch denke ich, daß gerade diese sich in kurzer Zeit sich ausschwingen werden. 3» einer jüdischen Legion, die einen großen Anteil an der Besetzung Palästinas hat. war auch Kolko als Soldat. Die jüdischen Legionen haben nach der Offensive in der Nahe einer jüdischen Kolonie kampiert und Ichilov hat ihn gesprochen, Er ist aber schon demobilisiert und nach Amerika zurückgekehrt. Sehr geehrter Herr Direktor! Vis jetzt konnte ich nicht schreiben. In der Zeit der türkischen Herrschaft über Palästina war als Rumäne ein Feind der Türken, und wer die türkische» Verhältnisse kennt, weis; die Bedeutung davon. Ich weih, sehr geehrter Herr virektor. das; sie »ach vielenLhemaligen Iraüerii, die int Katnpje fürs Vaterland ihr Leben ließen. So bitte ich Sie, denken'Sie auch meiner, der ich auszog. für.mein Vaterland zu Kämpfen. Tin Kampf gegen Sümpfe und Fieber,- ein Kampf gegen Leiden und Entbehrung.. Ein Kampf nicht weniger groß als der vor „Verdun." Und wenn ich auch lebend daraus hervorgegangen bin, so sind doch viele meines Alters und meines Strebens auf dem Felde geblieben, ein Opfer ihrer Ideale. Vas ist ungefähr, was ich Ihnen in meinem ersten Brief an Sie schreiben kann. Ich hoffe, daß ich Ihnen im Laufe der Zeit noch vieles genauer berichten werde. Sollte mein Deutsch ein bißchen der Grammatik oder der Rechtschreibung widersprechen, so bitte ich um Nachsehen. Schon lange habe ich kein deutsches Buch in die Hand genommen, geschweige denn Deutsch geschrieben. Meine Sprache ist jetzt hauptschwer, denn sie ist eine schwere Sprache, und nur seit einem Jahre lerne ich sie gründlich. Ruch spreche ich jüdisch, das ich in Deutschland verlernt und in Palästina wiedergelernt habe. ■ üf (Emir Hai§aI, der Sohn des Königs Hussein von Mekka, ist der Vertreter des arabischen Volkes bei der Friedenskonferenz in Paris. Die Araber sind, wie die Juden, Semiten und ihre Nächsten verwandten in der yölkerfamilie. Sie leben auße in Arabien auch in ganz Syrien, aus der Sinai- Halbinsel und in Palästina. Sehr viele von ihnen sind noch Beduinen, d. ht Nomadenstämme. die ganz nach der Weise unserer Ahnen ihre Herden von Weide zu Weide treiben. Jetzt soll ous den verschiedenen arabischen Ländern ein großes arabisches Reich geschaffen werden, und Emir Faisal ist nach Paris gekommen, um dort die Wünsche der Araber zu vertreten. Viele wollen, daß auch Palästina zu diesem Araberreich gehören soll: aber da die Mächte es den Juden versprochen haben, als ihr aliesHeimatland, sowerden sich die Araber mit ihrem ohnehin sehr großen Land begnügen müssen. 20b