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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 11-12 · p. Seite 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 11-12
Date
1920-12-01
Page
Seite 184 (sequence 24)
Language
German
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Ganz still und andächtig. ging Moses Pipenbrink nach ksause. Die anderen Kinder waren schon zu Veit gebracht. Frau Trina saß in der Stube und nähte- <E$ schien, als hälte sie gar nicht gemerkt, daß Moses gekommen war. Da schlich sich Moses in die Küche, holte aus einer Ecke zwei Lichtstümpfchen, klebte sie an den Küchentisch und steckte sie an. plötzlich stand Frau Trina hinter ihm. „Mein Gott. Zunge, was machst du da?" rief sie erschrocken, als sie sah, daß Moses über die Streichhölzer gegangen war. „Das sind meine Sabbathlichter, Mutter", antwortete Moses mit leuchtenden klugen. Da gab ihm Frau Trina einen leichten Klaps an den Kopf. „Geh zu Bett, dummer Zunge. Du wirst mir mit deinen Sabbathlichtern noch das ganze t)aus anstecken." Moses Pipenbrink aber träumte in dieser Nacht von einem großen Vogel, der eine silberne Lampe im Schnabel trug. Und plötzlich saß zwischen seinen Flügeln eine schöne Frau, und das war die Sabbathprinzessin. Der Vogel aber flog mit ihr über alle Häuser, damit sie auch sehen konnte, ob. überall die Sabbathkerzen brannten. .. - . ' v 5. Kapitel. ’ - Moses kommt doch ins Waisenhaus, aber nicht auf die Uhlenhorst, sondern auf den papendamm. Ort den nächsten Machen kam Moses Pipenbrink immer häufiger zu feinem Freunde und lernte immer mehr Dinge kennen, von denen er bisher keine Uhnung gehabt hatte. Immer häufiger würden auch die Besuche, Öic f)err Silbermann bei Frau Trina machte, aber sie blieben geheimnisvoll, und Moses konnte nicht erfahren, warum Frau Trina nach jedem dieser Besuche traurig war und ihn milder behandelte, als es sonst ihre Urt war. Eines Tages zog Frau Trina dem Zungen wieder seine besten Sachen an, und Herr Thajim Silbermann holte ihn ab. „Du sollst dir heute einmal etwas ansehen, was dir gefallen wird," sagte er, als sie auf die Straße traten und sich in die Straßenbahn setzten. Für eine Meile fuhren sie nun durch eine Gegend, die Moses Pipenbrink noch nie gesehen hatte. Ueber eine große Brücke, unter der die Eisenbahn hindurch fuhr, an einer Kirche 184

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