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Bar Kochba · 1920-10-01 · Heft 8 · p. Seite 124

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 8
Date
1920-10-01
Page
Seite 124 (sequence 12)
Language
German
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zu singen, wobei er mit der Zaust auf dem Tisch den Takt schlug, daß die Gläser tanzten, und der Wirt ihn schließlich vor die Tür warf, weil er seine Zeche nicht bezahlen konnteaber immerhin, er war doch ein seebefahrener Mann und wußte in der Welt Bescheid. Buch das ganze Indiancrspiel wäre nicht halb so schön gewesen, wenn man den Gefangenen dabei nicht an den Marterpfahl binden sollte, und wenigstens so tun, als wenn man ihm die haare ausriß. Wenn das aber die richtigen Indianer auch nicht taten, dann Machte es den Hamburger Indianern natürlich auch keinen Spaß. Und so fragte denn Moses, ganz leise und zaghaft, aber er fragte doch: .. Schneiden denn die Indianer gar keinem Weißen die haare ab?" „Doch," sagte Herr Silbermann und machte dabei ein sehr ernstes Gesicht, „das tun sie schon, aber sie sehen sich die Leute sehr genau vorher an. Wenn jemand zu ihnen Kommt und gibt ihnen die Hand und ist freundlich mit ihnen und will ihnen nichts tun, dann rauchen sie eine Zriedenspfeife mit ihm, siehst du, so eine, wie oben über dem großen Bogen hängt. Über die meisten Weißen, die ins Indianerland gekommen sind, taten es, um den Stämmen ihr Weideland und ihre Jagdgründe wegzunehmen und sie von/ dem Boden ihrer Väter zu vertreiben. Und da verstehen die Indianer keinen Spaß, und wenn sie von diesen Leuten einen erwischen, dann können sie recht grausam werden, und darum ist es auch nicht recht, wenn ihr auf der Straße Indianer spielt und dabei Jungens quält, die euch nichts getan Haben. Vas tun nämlich die Indianer nie, und sie würden euch verachten, wenn sie wüßten, daß ihr das tut und euch dabei Indianer nennt Und nun säg mir mal, kleiner Moses, wo kommst du eigentlich her?" va ging Moses Pipenbrinks Mundwerk wie ein Mühlenrad, wenn man das wehr aufgezogen hat. und er erzählte alles, was er von sich wußte, genau »nd eindringlich und verschwieg auch nicht, daß er von Mutter Trina eine Ghrseige bekommen hatte, und daß sie gesagt habe, er sei selbst ein IUdenjunge » Und Herr Silbermann wurde plötzlich ganz ernst, besah sich den kleinen Moses »och einmal ganz genau, dann holte er aus einer Schublade eine ganze Ulenge Indianerbilder und sagte zu ihm: „So, da hast du ein paar 124

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