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Bar Kochba · 1920-09-01 · Heft 6 · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 6
Date
1920-09-01
Page
Seite 94 (sequence 14)
Language
German
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Das jüdische Land px H a i s a u n d d er a r m e I non Dr (Elias tWerbad), tyaifn. IDie ein (ßntlesjinger streckt sich der Karmel ins Meer hinaus. Seine äuherste Spitze, unmittelbar von den Wellen umspült, teilt wie ein Riegel die Hüfte Palästinas in zwei Abschnitte südlich dehnt sich der flache Strand der Ebene Saron nach Jaffa schwingt sich die Rüste in wundervollem Vogen nach Rkko, das schimmernd hinübergrützt, und weiter in felsigen Zacken nach Tyrus und Sidon. Wer hier oben auf dem Karmel steht, nur 250 m hoch, hat einen gewaltigen Rundblick über das Land, wie ihn Moses aus dem Berge Nebo hatte. Am Nordfujl des Karmel, zu unseren Zützen, dehnt sich die Stadt Haifa. )m Wen der Stadt, hinter einem schönen Palmenlui in blinkt der Kison, an dem Debora und varelr dar Heer der Sisra schlugen. Drüben, jenseits der Bucht, leuchtet Akko. Ijmtcr ihm im Horben baut sich ansteigend da; galilaische vergland aus: an klaren Tagen sieht man hoch und fern Safed liege» Und ganz weit oben schauen Zwei schneebedeckte Riesen herüber, der Libanon und der hermon, märchenhaft fern (etwa >50 km) und. doch in der klaren tust zum Greisen nahe, fl» der phonizische» Hüfte ein weitzer Felsen. die syrische Leiter". Nach OMte» folgt der Blick dem grünen Vaiid der Ebene Iisreel, zur Linken ragen aus ihr als Wächter die scharfe Spitze des Kleinen hermon und die runde Kuppel des Tabor, zur Rechten die Berge von Gilboa, wo Saul seinen Tod fand. Sie bewachen die Stelle, wo das Gelände sich zum tiefen Graben des Jordantals hinabsenkt, und jenseits des Grabens steht als schroffe Wand in blauer Ferne das Gebirge des OftjordaNlandes. - - Nach Süden sehen wir über das vergland von Samaria: längs ganze Ebene Saron, von der trotzigen Ruine von Atlit, über Tantura (die alte philisterstadt Dör), die Hügel von Sichron Jakob und die Trümmer von Caesarea bis nach Jaffa hin. Wahrlich, ein einzigartiges Bild! tjaifa ist eine verhältnismätzig junge Stadt. In der Bibel ist sie noch nicht erwähnt. In der Rümerzeit lag hier die Stadt Spcaminum, von der noch Spuren zu finden sind, erst im Talmud taucht Haifa auf. Über noch vor einem Menschenalter war es ein stilles Landstädtchen von 4600 Einwohnern, völlig beherrscht von dem viermal so grotzen Akko Erst in de» acht- - ziger Jahren beginnt der rasche Aufstieg Haifas. Mit dem Lau der hedschasbahn, die von Haifa aus durch die Ebene Iisreel und das Jarmuktal nach Damaskus läuft, ist der Sieg haifa's über Akko endgiltig entschieden : 1914 hatte Akko 11.600, Haifa 25006 Einwohner. Ijaifa hat de» einzigen wirklich brauchbaren Hasenplatz Palästinas, es ist zugleich das Eingangs- und Ausgangstor des Hinterlandes. Noch Haifa kommen die Früchte und Metallwaren von Damaskus, das Getreide des hauran, das 94

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