Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 5
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 76 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2276426-2276427-2276432--082-2276608- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Recht und Brauch von jüdischen Namen H»|m Dater kannte» keine vor- und besonders in Mittel- und Westdeutschland, Zunamen wie wir. sondern jeder von ihnen und daher Kommt es, daß Namen wie wurde mit seinem eigenen Namen genannt Löwental, Blumenfeld, Wormser, Speyer, und mit dem seines Vaters, oft genug warschauer, Glogauer üsw. bei den deutauch nur mit diesem. Vieser Brauch hat scheu Juden so häufig sind, sich bis heute im religiösen Lebe» erhalten Nun gibt es aber noch eine andere wenn in der Synagoge jemand „auf- Nrt jüdischer Familiennamen, die einen gerufen" wird, d H. wen» mau ihn ansmerkwürdigen Beiklang haben. Dazu fordert, die v'rachah über die Thora zu gehören solche wie: Kosenduft, Veilchenfeld, sagen, so laute» die Formel z. V.: „Ja Perlmutter, Mandelstamm. Goldberg und ämod Moscheh den Usiel. Es erhebe andere, die zum Teil recht häßlich sind, sich Moses, der Sohn des Iljiel." Vieser viese Namen werden oft von Menschen Gebrauch entspricht der hohen Verehrung getragen, deren. Lebensoerhältnisse im von Vater und Mutier, die im jüdischen Gegensatz zu ihnen stehen, wenn ein Vieh- Volke stets geherrscht hat. Man ist in Händler, der den ganzen Tag im Stall erster Linie das Kind seiner Titern, und herumwirtschaftet, veilchenduft heißt, oder alle Ehre, die man erwirbt, gebührt eigentein armer Hausierer Edelstein, so wirkt lich ihnen. Ja. in den Berichte» über das lächerlich. Kn dieser Lächerlichkeit besonders hervorragende Menschen nennen Haben viele brave Menschen schwer zu tragen, die jüdischen Schriften nicht ,nur den Vater, denn wen verletzt es nicht, wenn jedermann sondern,sämtliche Khnen des vetreffenden. bei seinem Namen lächelt? Die Namen So heißt es z. v. im vuch Esther „Ein sind aber auch eine Schmach, nicht für die Jude lebte in Susa, der Hauptstadt, dessen Juden, die sie tragen müssen, sondern für Name war Mordechai, der Sohn des Iairs, die Menschen die sie ihnen gewaltsam der der Sohn Sin,ris, welcher der Sohn aufgezwungen Haben. Kisch's war. ein venjaminite." Und das hängt so zusammen. Nls im In nachbiblischer Zeit finden wir dann alten Staat Desterreich die Meldepflicht auch einzelne Zunamen, meistens vom Berus 'eingeführt wurde, zwang man die Juden, öder von der Heimat des Benannten abbesonders in Galizien, Familiennamen angeleitet, z. B. „der Sandalenmacher" oder zunehmen, die man ihnen gab. viele der der ..Gaililaer". Kber sie blieben eine ' Beamten aber waren rohe und gewissen- Kusnahm«. und selbst in. Europa habe» die lose Menschen, die es kurzweilig fanden. Juden erst vor wenige» Jahrzehnten, zum den Juden Kamen zu geben, die in einem Teil unter dem Zwang derGesetze, Zämilienlächerliche» Widerspruch zu ihrem Wesen »amen angenommen. V vabei nannten sich standen/ „Treppengeländer" und „Pulverviele mit altjüdischen Kamen, jo die aus bestandteil" waren noch nicht die schlimmprielterlichem Geschlecht „Kohen" s Priester), sie». Sehr oft wurde die Namensgebung die Leviten „Levi". Sehr viele nannten zu Erpressungen benutzt, man nannte z. B. sich nach ihrem Geburts- oder Wohnort, einen Juden „Schweinskops" und ließ ihn 7b