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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1938-01-01 · 51.1938 · page 25

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
51.1938
Date
1938-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273647--2581-2276387
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sehen Dezisionsarbeit, insbesondere bei Alfassi, dem größten vormaimonidischen Kodifikator, die folkloristischen und transzendentalen Textelemente, selbst wo sie in die halachische Diskussion eindrangen, dezisorisch stark vernachlässigt, nahezu ganz übergangen wurden. Hier muß eine Tradition mitgewirkt haben, die die genannten Elemente auch in der talmudischen Zeit nicht als vollwertig gelten ließ. Man sah in ihnen eine Art Aggada. Zu dieser Kategorie gehört eine Reihe von Sätzen, die im Talmud äußerlich als unbestrittene Ansichten verzeichnet sind und als solche zum eisernen Bestand der Halacha gehören sollten, von den Dezisoren aber dennoch nicht rezipiert wurden. Es sind eben Sätze oder Meinungen, die inhaltlich nicht zum Glaubens¬ und Gesetzesgut des talmudischen Judentums gehörten und daher als fremd empfunden wurden. Solche Sätze blieben wohl meist unwidersprochen, aber das Fehlen des Widerspruchs bedeutete hier nicht die Zustimmung, sondern das Fehlen ernstlicher Beachtung. Einige Beispiele sollen das Gesagte näher beleuchten: 1. Mischna Git. 66 a aixo» top» m jwswn mm -naV "ffvm nw "»n IWI uro' "Vi lt\vt& üa wird von einem Teilnehmer der Diskussion so angefochten: Hin TO Köw ffimVi. Es folgen Antworten im Sinne des Dämonenglaubens, ohne sich darum zu kümmern, daß die Mischna selber keinerlei Handhabe bietet, ihrem Inhalt die von der Diskussion gewünschten Vorbehalte und Einschränkungen aufzuerlegen. In der Diskussion selbst fehlt auch jeder diesbezügliche nato-Vermerk. Und es bedurfte nicht erst des Maimonides, der Geruschin II, 13 den Lehrsatz ohne Erwähnung des TO kodifizierte, denn das tat schon Alfassi ein Jahrhundert früher. Man darf also annehmen, daß der Einwurf tpn TO Köff VW*n allgemein nicht ernst genommen wurde, vielleicht schon von Beginn an. — Maimonides kommt in seinem Kodex ohne Geisterglauben aus, ohne eine klare talmudische Dezision vernachlässigt zu haben. 2. Lehrsätze und Verhaltungsmaßnahmen, die mit dämonischen Vorstellungen zusammenhängen, sind im Talmud durchaus nicht //

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