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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1936-01-01 · 50.1936 · page 29

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
50.1936
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273645--2509-2276314
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gemeinen Wissenschaft, daß sie aufgebaut sein mußte auf der Grundlage philosophischer und philologischer Forschung. . Es scheint jedoch, daß er nach allen seinen Erfahrungen resignierte und nicht glaubte, seinen Grundsatz unentwegt verfolgen zu müssen. Als er vor der Begründung des Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau um ein Gutachten angegangen wurde, hat er es nicht abgelehnt, sondern einen ausführlichen Plan für dessen Einrichtung entwickelt35). Und auch der Begründung der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hat er sich nicht widersetzt, wohl schon darum nicht, weil eine Reihe seiner Freunde leitend an ihr mitwirkte, zu denen er das Vertrauen hegte, daß sie zu ihrem Wort treu stehen und die Anstalt als eine rein wissenschaftliche, als eine mit der Gesamtheit der Wissenschaften in Verbindung bleibende ausbauen würden. Es war selbstverständlich, daß 7unz zu den Mannern gehörte, die von dem neugebildeten Kuratorium der Hochschule um ein Gutachten über die vorzutragenden Lehrgegenstände gebeten wurden (2. II. 1870). Er notiert im Buch Zunz unter dem 7. Februar „Schreiben an das Comitä für die Jüdische Hochschule!'. Leider befindet sich dieses Schreiben nicht bei den Akten; da es so schnell abging, ist es möglich, daß es ein Gutachten nicht enthielt. Aber die Beziehungen zur Hochschule waren damit nicht abgebrochen. Zum 25. Februar 1872 notierte er: „Lazarus, Neumann und Gumbinner36) ersuchen mich, in der Jüdischen Fakultät auch einen Vortrag zu halten, ferner bei der Eröffnung 6. Mai zu reden. Beides lehne ich ab, vgl. 7. Februar 1870." Als es zur Eröffnungsfeier ging, bemerkte Lazarus (1. April 1872) in einem Schreiben über den Kreis der Einzuladenden : „Herrn Dr. Zunz an der Spitze werden Sie nicht vergessen; wenn ich auch den unvermeidlichen Korb fürchte", und tatsachlich ging am 1. Mai 1872 ein Schreiben ein: „Da ich der Einladung zur Feier, mit welcher Sie mich beehrt haben, Folge zu leisten verhindert bin, so statte ich hiermit schriftlich meinen Dank ab und verbleibe hochachtungsvoll und ergebenst Zunz"37). Der Altmeister war zu betagt, um irgendwelchen tatigen Anteil an der neuen Hochschule zu nehmen, durch seine Freundschaft mit Abraham Geiger war er dauernd über ihre Entwicklung unterrichtet, auch nach Geigersunerwartetem Tode blieb er mit ihren Lehrern in Verbindung; eine Photographie aus seiner letzten Lebenszeit zeigt ihn in ihrem Kreise3»). * 29

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