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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1931-01-01 · 48.1931 · page 10

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
48.1931
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273641--2351-2276154
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u.a....«.,. jm Berichtsjahre wurde uns, nachdem die staatliche Genehmigung erteilt und die Auseinandersetzung; mit den Angehörigen der Erblasser und den Testamentsvollstreckern erfolgt war, die Hausmannschc Erbsehaft übergeben. Der Festcrlös ist erheblich geringer, als ursprünglich envartet wurde, auch sind die Eingänge aus den Anlagen nicht auf der früheren Höhe geblieben. Ein Teil der Weite ist in Grundstücken angelegt, die nicht nur, wie ein Gelände in Berlin- Niederschönhausen, keinen Erlrag ergeben, sondern sogar wie das in Arcndsee beträchtliche Zuschüsse erfordern. Der Auflage des Testaments v gemäß werden wir im Sommer 1931 das Erholungsheim in Arcndsee eröffnen, das jüdischen Akademikern und ihren Angehörigen oder Witwen die Möglichkeil eine*» Erholungsaufenthalts zu sehr mäßigem Preise gewähren soll. Das selten schöne Gebäude, der außergewöhnlich große, herrliche Park, in dem es steht, die Lage unmittelbar am Meer bieten die prachtvollsten Möglichkeiten der Erholung für die müden Nerven der geistigen Arbeiter. Um möglichst vielen den Genuß der Stiftung zuteil werden zu lassen, haben wir die dem Park gegenüberliegende Villa Horn erworben, die mit allem Komfort ausgestattet ist und ebenfalls dem Behagen der Gäsle dienen wird. Der im Testament unter* dem Namen „Akademische Gesellschaft Hausmann-Stiftung Arcndsee" vorgesehene Klub, dessen Mitgliedern das Recht auf Aufnahme in das Erholungsheim zusteht, ist in Übereinstimmung mit den Testamentsvollstreckern gebildet. Der Preis für volle Pension ist auf täglich 5 I\M. festgesetzt. Das ist nur durchzuführen, wenn aus den Mitteln der Stiftung ständig Zuschüsse geleistet werden. Die Eröffnung des Erholungsheims ist für Endo Juni in Aussicht genommen. Die weiteren Einnahmen aus der Hausmann-Stiftung gehen völlig für Stipendien auf, wie das Testament es vorschreibt. Für die Zwecke der Hochschule als solche ist nichts aus ihr verfügbar, suprntfro Infolge des so stark gestiegenen Besuchs der Hochschule haben wir für Stipendien und Miltagstische, obwohl die Beträge im einzelnen nicht erhöht wurden, im Jahre 1930 nicht weniger als 266S2 RM. gezahlt. Außer den Zinsen der Hausmann-Stiftung erhielten wir aus der David Herzog-Freitisch-Stiftung 3230 RM., die aber erst Anfang 1931 ausgezahlt wurden und in dieser Jahresrechnung noch nicht erscheinen. Ferner stand uns für Stipendien aus der Julius Kohn und Sohn Emanuel-Stiftung der Betrag von 280 RM. zur Verfügung, den wir bestimmungsgemäß zur Verteilung brachten. 12

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