Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 48.1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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kann und das preußische Prüfungsdiplom durchaus nicht in allen Ländern des deutschen Reichs anerkannt wird. So sehr es also begrüßt werden muß, wenn von der an «ler Hochschule gegebenen Möglichkeit zur wissenschaftlichen Vertiefung in das Judentum reichlich Gebrauch gemacht wird, so wenig können wir uns verhohlen, daß vom Standpunkt der Berufswahl «Ier neuerdings ausgesprochenen Warnung vor dem Studium <ler jüdischen Religionswissenschaft volle Berechtigung zukommt. Die Rabbinatsprüfung hat Herr Dr. Siegfried l'cko bestunden, der »•"•*•»»•«•■ in Mannheim das Amt eines Rabbiners bekleidet. Fräulein Dr. Kllen Littmann und Regina Jonas bestanden die Prüfung als akademische Religionslehrerinnen; beide sind beider Jüdischen (lemcinde in Berlin angestellt. Die Zwischenprüfung haben 8 Studierende bestunden, «lie Vorprüfung wurde von 13 Studierenden abgelegt. Berufungen erhielten im Berichtsjahr Dr. Haus I. Salonion als Stellvertreter des Rabbiners in Oppeln. Dr. Fritz Pinkuss in gleicher Stellung in Heidelberg, Dr. Pfingst, bisher Rabbiner in Nordhausen, zum Rabbiner in Oppeln. Zur Bewerbung um das Preisausschreiben für das Thema der Theo- ,u,lt,cr^*]bei, dor und Bckka-Sleinthal-Sliftuhg: „Individual- und Sozialethik bei Chajim Steinthal" ist eine Arbeit eingegangen, für das Thema der Moses Mendelssohn-Stiftung „Die Chronologie der babylonischen Amorucr" ebenfalls eine, für das Thema: „Die prophetischen Visionen in der Bibel" sind zwei Arbeiten eingegangen. Das Ergebnis der Preisbewerbung sowie der Wortlaut neuer Preisaufgaben wird demnächst bekannt gegeben. Das Preisausschreiben für die Moses Mendelssohn-Prämien-Stiftung wurde nur dadurch ermöglicht, daß Herr Handelsgcrichtsrat Bcrthold Kirstein hierfür wiederum einen Betrag von 300 RM. gestiftet hat. Wir möchten nicht versäumen, ihm für sein erneut bewiesenes Interesse unseren herzlichsten Dank zu sagen. Die Benutzung der Bibliothek ist infolge der Zunahme der Hörer- Bibliothek zahl wiederum starker geworden. Sie hat durch Kauf und Schenkungen einen Zuwachs von 1064 Büchern erfahren, die sich auf folgende Gebiete verteilen: 9