Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 48.1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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am 23. und 24. Februar 1931 Vorlesungen über das Thema: „Die Probleme der Religionsgeschichte zur Zeit der Entstehung des Christentums". Herr Prof. Bertram hatte sich auch für eine Montagsvorlesung bereitwilligst zur Verfügung gestellt, die er am 23. Februar 1931, abends, hielt. Wir nehmen gern Anlaß, Herrn Professor Bertram und der Ks angelisch-theologischen Fakultät Gießen auch an dieser Stelle unseren wärmsten Dank zu wiederholen. Am 13. Februar verschied Herr Hof rat Dr. Schwarz, Rektor der Israelilisch-thi ologischeu Lehranstalt in Wien im fünfundachtzigsten Lebensjahr. An seiner Bestattung ließ sich die Hochschule durch den Vorsitzenden des Lehrerkollegiums, Herrn Dr. Albcck, vertreten. Bei der Jubelfeier zum 75jährigen Bestehen des Jews' College, London, hatte Herr Dr. M. Epstein, London, die Güte, die Glückwünsche der Hochschule auszusprechen. Die Zahl der ordentlichen Hörer betrug im Sommer-Semester 1930: 103, und zwar: 56 aus Deutschland, 2 aus Jugoslawien, 1 aus Palästina, 2 aus Rumänien, 2 aus Rußland, 2 aus der Schweiz, 36 aus Polen, 1 aus Schweden, 1 aus Vereinigten Staaten; im Winter-Semester 1930/31: 109, und zwar: 60 aus Deutschland, 1 aus Deutsch-Österreich, 1 aus Jugoslawien, 1 aus Rumänien, 3 aus Rußland, 41 aus Polen, 1 aus Schweden, 1 aus Ungarn. Die Zahl der außerordentlichen Hörer betrug im Sommer-Semester 1930: 14; im Wintersemester 1930/31: 10. Der Andrang zum Studium stellt die Hochschule vor ein sehr schwieriges Problem. Abgesehen von der fast untragbaren Belastung des Lehrerkollegiums, reichen die verfügbaren Räume nicht mehr aus. Dazu tritt die Frage der Verantwortung für die Zukunft der sich der Hochschule anvertrauenden Studierenden. Denn wenn auch im Augenblick noch keine überfüfiung des Rabbinerberufes festzustellen ist, so ist sie doch in wenigen Jahren zu erwarten. Auch die Hoffnungen derer, die von der neu erschlossenen Möglichkeit, jüdische Religion als Haupt- oder Nebenfach in der Staatsprüfung für das höhere Lehramt zu wählen, Gebrauch machen wollen, überschätzen bei weitem den vorliegenden Bedarf nach solchen Lehrkräften, zumal nicht übersehen werden darf, daß diese Prüfung nur in Preußen abgelegt werden «8