Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 47.1930
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
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5. 657 und Parallelen: Abrahams Vater hat ihn keine Thora gelehrt, einen Lehrer hat er nicht gehabt, woher hat er Thora gelernt? Seine zwei Nieren sprudelten Weisheit und Lehre. Vgl. auch Num. r. 14, 2. Anders dagegen Gen. r. 43, 6 (S. 421), wo die Rabbanan von Malkizedek behaupten: .(□n"13Ki?) t> JT?^ min In Seder Elijahu a. a. O. wird von den Patriarchen gesagt: nmx VffV ]m rWJ JÖ mm "("^XD Daraus ist aber keineswegs auch nur zu folgern, daß die Patriarchen „keinen Lehrer" hätten; denn diese Stelle besagt nur, daß die Patriarchen die Vorschriften der Thora von selbst erfüllten, ohne daß sie dazu verpflichtet wären. Dieses schließt nicht aus, daß Abraham z.B. durch Vermittlung eines Henoch oder Malkizedek Kenntnis von der Thora erhielt. Der Ausdruck "p"? ~jn\3 "Tin bedeutet nichts anderes als: die Thora wurde ihnen nicht gegeben, daß s i e ihre Bestimmungen erfüllen. Für die Nachkommen Abrahams kann dies auch gar nichts anderes bedeuten, da sie doch die Thora von Abraham erlernten, vgl. Gen. 18, 19. Ich glaube aber trotzdem, daß auch nach Seder Elijahu Abraham die Thora spontan, ohne jede Belehrung beobachtete, weil dies die allgemeine rabbinische Ansicht ist, daß Abraham die Thora nicht „erlernt" hätte. Wenn die Midraschim auch davon sprechen, daß Abraham sogar die rabbinischen Anordnungen einhielt, so bedeutet dies noch nicht, daß sie ihm „offenbart" wurden. Auch der Ausdruck l"? l'PJJ in Tosefta Kidduschin, Ende, kann von einem inneren Erschauen gebraucht werden. All dies hat F. Perles, Judaica, Cohen — Festschrift S. 103 f. übersehen, der ausschließlich aus Seder Eüjahu die Autonomie der Patriarchen folgert. Ihm folgt Heinemann in Hebrew Union College Annual IV, 163 f. und in Philons griechischer und jüdischer Bildung, S. 53, Anm. 1, wo angenommen wird, „daß die Lehre von der Autonomie der Patriarchen sich lediglich in dem ... vielleicht hellenisch beeinflußten Tanna debe Eliahu findet". Diese Annahme trifft, wie wir gesehen haben, in keiner Weise zu, und daran vermögen seine Erklärungen in Monatsschrift, 1929, S. 441 und 1930, S. 64, nichts zu ändern. — Gegen Philo spricht der Ausdruck in der Damaskusschrift (oben Anm. 24): "im") 11X12 TTQ K7I. 27) Ich verweise nur auf B. Beer, Das Buch der Jubiläen und sein Verhältnis zu den Midraschim, S. 25 ff. (wo auch auf manches H a 1 a - chische hingewiesen wird). Seine Analogien lassen sich aber vielfach vermehren. 28) II. Kön. 4, 23, Jes. 1, 13, 14; 66, 23, Ez. 45, 17; 46, 1, 3, Hosea 2, 13, Arnos 8, 5. 29) 10, 34. 3°) 8, 6. 31) 1, 14: Neumond, Sabbat, Feste und Jubiläen. In 6, 34: Neumond, Zeit und Sabbat; 6, 38: Neumond, Zeit, Sabbat und Feste, vgl. auch 6, 37; 23, 19: Fest und Monat und Sabbat und Jubiläen. a2) VgL auch Gen. r. 11, 8, S. 95. ItO