Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 46.1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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ANHANG Zu Kalirs Geschem-Komposition (s. Note 62). Hebrew Union College Annual II. 2i5ff. habe ich Kalirs Dichtungen zu Tal und Geschem eingehend besprochen und bin zu dem Ergebnis gelangt, daß in unseren Gebetbüchern je zwei Kompositionen miteinander vereint sind — die eine immer eine „Schiwata", die andere lediglich auf die Bitte um Tau und Regen bezüglich. Die letztere liegt uns in kunstgerechtem Aufbau vor, in je einer Selbsteinführung des Dichters, einem Überblick über die Bedeutung von Tau und Regen im Verlauf der Geschichte Israels und einem Überblick über die Bedeutung von Tau und Regen im Verlaufe des Kalenderjahrs, wobei eben neben den Monatsnamen die zugehörigen Sternbilder erwähnt werden, und endlich einer Bitte um Gewährung von Tau und Regen mit der Überleitung zur Formel der Tefilla min a'tf». Von der „Schiwata" sind in unseren Gebetbüchern nur die ersten zwei Sätze erhalten, aber man merkt es den Anfangsworten an, daß sie je einen Bibelvers einleiten sollen, sieht ferner, daß sie ein nicht zu Ende geführtes Alphabet und ein abgebrochenes Namensakrostichon einleiten. Für Tal konnte ich dort (S. 223 f.), die in einer Pariser Handschrift erhaltene Fortsetzung mitteilen. Daß sie auch für Geschem vorhanden ist, war bisher völlig unbekannt, aber auch sie ist nunmehr wiedergefunden. Sie ist in einem Geniza-Fragment in Cambridge, Taylor-Schechter Collection H7, enthalten und wird hier zum ersten Mal veröffentlicht. Der Übersichtlichkeitshalber seien auch die aus dem Gebetbuch bekannten zwei Stücke hierher gesetzt. Die Dichtung lehnt sich an Job XXXVII, 11 an; der Vers enthält zwar sieben Worte, die zwei ersten werden jedoch als eines gerechnet. Die alten Paitanim ließen überdies, aus noch nicht erklärten Gründen die mittlere Benediktion DY»fl Wnj? unbearbeitet (Annual das. 221) und brauchten daher nur sechs Stücke bzw. ßibelstellen mit sechs Worten. Für das Akrostichon von Kalirs Namen 47