Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 46.1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
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sind. Am siebenten Tage werden auch Weidenbündel verwendet und zuletzt ihre Blätter abgeschlagen, er hat in der Volks Vorstellung die Bedeutung als Gerichtstag behalten. Am achten Tage, dem Schlußfest, findet ein besonderes Gebet um Regen statt, und von. diesem Tage ab wird in dem täglichen Hauptgebet der Regen spendenden Kraft Gottes gedacht60). Die synagogale Poesie hat die alten Gedanken, die dem Feste untergelegt wurden, weiter ausgearbeitet, sie hat so Vorstellungen lebendig erhalten, die sonst nur in den alten Quellen ihr Dasein weitergeführt hätten61). So ist das Hüttenfest nicht nur der Abschluß im Kreislauf des Jahres, sondern auch der Höhepunkt geblieben, es hat die Erinnerung an Schöpfung und Urkraft verewigt, es hat aber auch den damit zusammenhängenden Gedanken der Eschatologie Dauer verliehen. Die Opfer des Hüttenfestes wurden einst als Analogie für die siebzig Nationen der Welt, also als Beteuerung der universalistischen Weltauffassung, ausgelegt und der Prophetenabschnitt des Hütlenfestes kündet dieses noch heute an als den Tag. an dem einst der Ewige einzig sein wird und sein Name einzig62). 42