Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 46.1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Erhöhung der Heinrich und Jenny Stahl-Stiftung erneut i5oo RM gespendet, so daß ihr Wert jetzt 35oo RM beträgt. Zum Andenken an seinen verewigten Vater, Direktor Dr. Hermann Baerwald in Frankfurt a. M., der zeitlebens ein warmer Freund der Hochschule gewesen ist und ihr seine reichhaltige Bibliothek vermacht hat, wurden von Herrn Paul H. Baerwald in New York 4ooo RM zu einer Hermann Baerwald-Stiftung überwiesen. Herr Josef Horwitz, Berlin, hinterließ uns letztwillig einen Betrag, aus dessen Aufwertung wir 860 RM. erhielten. Endlich haben wir der hochherzigen Stiftung der Frau Bekka Steinthal, geb. Meyer, zu gedenken, die uns Anfang 1929 10000 RM überwies, die unter dem Namen „Theodor und Bekka Steinthal-Stiftung" geführt und deren Ertrag alljährlich zum Teil für eine Preisarbeit und zum größeren Teil für den Pensionsfonds der Hochschule verwendet werden soll. All den hochherzigen Stiftern sprechen wir unseren wärmsten Dank aus. Ihre Stiftungen sind nicht nur ein Beweis erfreulichen Interesses an unseren Bestrebungen, sondern auch das wirksamste Mittel, unsere Zukunft zu sichern, und wir bitten daher alle unsere Freunde, auf eine derartige Vermehrung unserer Fonds bedacht zu sein. Wir richten auch an alle die Angehörigen der Begründer früherer Stiftungen erneut diese herzliche Bitte, soweit es in ihren Kräften steht, die alten Stiftungen aufzuwerten, damit dieselben wieder angemessene Erträge liefern und leistungsfähig werden. Die Ausgaben für Stipendien sind infolge der Erhöhung der Zahl Stipendien der Studierenden und der wachsenden Not unter ihnen bedeutend gestiegen. Die erhöhten Rückzahlungen früherer Stipendien fallen demgegenüber wenig ins Gewicht. Erfreulich ist, daß die von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin verwaltete David-Herzog-Freitisch-Stiftung jetzt wieder ihren Zinsendienst aufgenommen hat und auf unseren Anteil für 1929 den Betrag von 960 RM in Aussicht gestellt hat. Aus in den letzten Jahren aufgelaufenen Beträgen erhielten wir außerdem 2286,12 RM. Als Erlös der Montagsvorlesungen sind uns 1928 ca. 0000 RM zugegangen, die Rechnung für 1929 ist noch nicht abgeschlossen. Vorträge haben 1929 freundlichst gehalten: 7. Januar: Professor Dr. Ismar Elbogen: Eindrücke einer Palästinareise. 13