Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 46.1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Religionsphilosophie und Religionsgeschichte ..... 98 Liturgie ........................ 29 Judaica in ungar. Sprache ............... 102 Periodica (Jahresberichte, Jahrbücher und Zeitschriften) 206 Jüdische Gegenwartsfragen............... 98 Relletristik ........................ 33 Allgemeines ....................... 95 Die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1928 werden in An- Finanzbericht läge B nachgewiesen. Leider war es wiederum nicht möglich, das Gleichgewicht im Haushalt herzustellen, der Fehlbetrag wurde sogar größer, verdoppelte sich nahezu und stieg auf i3 770 RM. Da wir mit einem Fehlbetrag von 7621 RM in das Berichtsjahr eintraten, betrug Ende 1928 die Gesamtschuld der laufenden Kassenführung 21 391 RM. Das Rückgrat unserer Einnahmen bildeten wiederum die Beiträge der Landesverbände. Der Bayerische Landesverband hat seinen Beitrag auf 5ooo RM, der Badische Oberrat der Israeliten auf 3ooo RM erhöht. So dankenswert diese Bewilligungen waren, so reichten sie doch nicht aus, um die Kürzung seitens des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden auszugleichen, der für 1928/29 seinen Beitrag auf 4o 000 RM herabsetzte. Diese Minderbewilligung traf uns um so härter, als inzwischen infolge der staatlichen Erhöhung der Beamtengehälter unsere Ausgaben beträchtlich gestiegen waren. Auch kleinere Bewilligungen seitens einiger Gemeinden konnten an der schwierigen Gesamtlage nichts ändern, und die Beihilfe des American Joint Distribution Committ.ee sank, worauf wir schon im letzten Bericht hingewiesen haben, 1928 auf 1000 RM. Wenn der Abschluß nicht noch weit ungünstiger ist, so verdanken wir das der Treue unserer Freunde und vor allem der energischen Werbearbeit, die wiederum für die Notgemeinschaft des Jüdisch- Theologischen Seminars und unserer Hochschule geleistet wurde. Herr Dr. Wittenberg setzte seine Tätigkeit fort, und Herr Oberkantor Davidsohn stellte wiederum seine wertvolle Kraft zur Verfügung. In mehrwöchentlichen aufreibenden Reisen hat Herr Oberkantor Davidsohn .23 700 RM, Herr Dr. Wittenberg 5100 RM gesammelt. Der Reinertrag fällt zur Hälfte der Hochschule und zur Hälfte dem Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau zu. Auch 1929 stellte Herr Oberkantor Davidsohn sich in selbstloser Weise abermals in den 11