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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1928-01-01 · 45.1928 · page 44

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
45.1928
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273635--2213-2276013
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Diese singularizen Irische Beobachtungsweise projiziert indes zu Unrecht das jüngere Schema auf die älteren Anfänge. Nun verstehen wir, daß auch die Doppelung in alten Beispielen, wie hebr. isch isch (EPK ü"»«) alle zusammen, sehana schäme (711V MV) fort und fort, dör dör (in IM) immerfort vom jüngeren Singular aus betrachtet als Verallgemeinerung oder Distributiv erscheint — nicht weil die Doppelung ein natürlicher Ausdruck des Plurals wäre, sondern weil hier die alte Bedeutung znlage tritt, die im Singular in Einzeldinge zerlegt ist. Aus vielen anderen Erscheinungen will ich nur noch den Fall des konträren Singulare erwähnen. Es gibt im Semitischen Wörter, die gegensätzliche Beziehungen bezeichnen wie död (in) Onkel und Neffe, «on Schwiegervater und (südarabisch) Schwiegersohn, arabisch maula Herr und Knecht. Auch diese Erscheinung erklärt sich nun natürlich. Die genannten Wörter bezeichneten etwa von zusammen aus die Beziehung der Verwandtschaft, Schwnherschafi, Hörigkeit. Nun wurden sie als Plurale verstanden und ihre Singulare, bedeuteten den einen Teil dieser Doppelheit. Das wareil nun «iber nicht gleiche Teile, sondern Onkel oder Neffe. Herr oder Knecht usw. Aber nicht allein die Bedeutung, auch die Formenbildung der Wörter muß von der älteren Pluralform aus beurteilt werden. Das bedeutet zunächst für den Plural, daß er nicht aus. dem später zu ihm getretenen Singular zu erklären ist, aus dem er oft genug nicht erklärt werden kann: es ist nicht möglich, hebr. bönTm aus böneh, kelün aus kelj (^D). qetalim, aus qatl, qitlo aus qatal, qatil. qatul zu erklären. Auch die sogenannten Endungsplurale wie die „gebrochenen Plurale" des Arabischen sind nur sekundär zu anderen jüngeren Singularformen in ein System getreten. Ein arabischer ».gebrochener Plural" quran „Städte" und ein aram. Endungsplural qirwan. arab. nisä und hebr. ncsche ("MM) „Frauen" können also unbedenklich zueinandergcstellt werden, ob der Singular in beiden Sprachen gleich oder verschieden ist. Und in der Tat zeigt es sich, daß der Plural oft dort gern ein semitisch ist, wo die jüngere Einzahl verschiedene Wege geht. Im Gegensatz zum Erklärungsweg der Grammatik ist der jüngere .Singular eine abgeschliffene Form, im Semitischen B. entstanden aus der Volleren mit langer, ursprünglich betonter Endung äm, an, em usw. Der Wortdruck lag im Protosemitischcn auf keiner tt6

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