Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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keit, der seltene Reichtum an Gedanken und Gesichtspunkten der Ernst seiner Persönlichkeit machten ihn zu einem eindrucksvollen Lehrer. Von seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen hat seine, unserem Jahresbericht i8g5 beigegebene Arbeit über den Kaiam in der jüdischen Literatur besonderen Erfolg gehabt, sie gilt noch heute als richtunggebend in diesen Forschungen. Sein Name reiht sich würdig den großen Gelehrten an, die an unserer Anstalt gewirkt haben. Herr Dr. J. N. Epstein hat den Entschluß gefaßt, die Professur an der Universität Jerusalem dauernd anzunehmen. Er hat uns um seine Entlassung gebeten. Wir danken dem tüchtigen Gelehrten für seine, leider nur kurze, Lehrtätigkeit. An seiner Stelle haben wir Herrn Dr. Ch. Albeck berufen, der bisher als wissenschaftlicher Beamter der Akademie für die Wissenschaft des Judentums tätig war und sich durch seine Veröffentlichungen bereits einen Namen gemacht hat. Herr Dr. Albeck hat seine Lehrtätigkeit am i. November 1926 begonnen. Vorlesungen j)'ie im Sommersemester 1926 und im Wintersemester 1926/27 gehaltenen Vorlesungen sind in der Anlage A verzeichnet. Herr Obermagistratsrat Dr. Ollendorff hielt auch im Wintersemester 1926/27 wieder Vorlesungen und Übungen über Soziale Wohlfahrtspflege, um unseren Hörern hierdurch Gelegenheit zur theoretischen und praktischen Ausbildung in der jüdischen Wohlfahrtspflege zu geben. Der Besuch der Vorlesungen war auch in diesem Jahr ein außerordentlich reger. E?Hocu5gci»uie emigen Abänderungen ist die Disziplinarordnung der Hochschule in neuer Auflage gedruckt worden, nd^sdüuß Rabbinatsprüfung haben unsere Hörer Dr. Erich Bienheim Prüfungen und Di\ Arthur Bluhm bestanden. Herr Dr. Fritz Bamberger hat die wissenschaftliche Abschlußprüfung abgelegt. Berufungen Herr Dr. Arthur Bluhm wurde zur Vertretung des erkrankten Oberrabbiners nach Krefeld berufen. Hörer Die Zahl der Hörer hat sich im Berichtsjahre wieder erhöht. Die Zahl der ordentlichen Hörer betrug im Sommersemester 1926: 44 und zwar 18 aus Deutschland, i3 aus Polen, 5 aus Jugoslawien, 4 aus Lettland, 1 aus Schweden, 1 aus Rumänien, 1 aus Ungarn, 1 aus Rußland. U