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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1926-01-01 · 1926 · page 7

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273631--2083-2275881
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ernannt worden waren, so erwies in Anerkennung seiner Verdienste die Generalversammlung: am 2 (3. April 1914 auch unserem nunmehr heimgegangenen Kollegen diese Ehrung. Ein nicht minder schwerer Verlust traf uns noch kurz vor Abschluß dieses Berichts. Am 8. April 1926 ist unser Ehrenschalzmeister Max Weiss seinein langjährigen Leiden erlegen. Auch seiner Verdienste ist in den letzten Jahren an dieser Stelle wiederholt gedacht worden. Sein Name wird unter den Förderern der Anstalt •Mets an erster Stelle genannt werden 1 Auch ihm war die Betätigung für unsere gute Sache pietätvolles Erbe. Sein Vater, Dr. Bernhard Weiss, hatte sich in jungen Jahren Talmudstudien hingegeben und später als Freund Salonion Münks Freude an der wissenschaftlichen Erforschung des Judentums gewonnen; wenn er auch den ärztlichen Beruf erwählte, hat er .doch die Erfurchl vor den Idealen seiner Jugend seinen Söhnen lief ins Herz geprägt. Max Weiss, der bis ins hohe Greisenalter mit bewundernder Liebe das Andenken seines Vaters verehrte, hatte von ihm tiefernste jüdische Religiosität und unbegrenzte Hochachtung vor jüdischer Gelehrsamkeit gelernt und, was er vom Vater ererbt, als eigenen Besitz erworben. An der Festigung des Judentums mitzuarbeiten, für die Pflege der Wissenschaft, für die Heranbildung der künftigen Diener des Judentums sich einzusetzen, betrachtete er als vornehme Pflicht. Nachdem er eine Reihe von Ehrenämtern in der Kaufmannschaft, in der Synagoge und im Dienste der Wohlfahrt erfolgreich bekleidet hatte, stellte er seine starke Energie auch in den Dienst unserer Sache. Zunächst erbot er sich freiwillig zur Propaganda für die stets in finanzieller Bedrängnis befindliche damalige Lehranstalt. 1899 wurde er ins Kuratorium gewählt, in dem er seit 1901 als Schatzmeister wirkte. Max Weiss war der getreue Ekkehart der Anstalt; wo er auch weilte und wirkte, hatte er ihre Förderung im Auge. Unablässig war er bemüht, ihr neue Freunde und Gönner zu gewinnen, unverdrossen arbeitete er daran, ihre materielle Grundlage zu festigen. Immer enger verwuchs er mit seiner Aufgabe und ward geradezu zum Gewissen der Hochschule; in seinem idealen Eifer duldete er nicht, daß bei irgend jemand in seinem Bereiche das 7

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