Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1922
- Date
- 1922-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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— 16 — 1919 angehört hat. Seinen Nachfolger wird die Generalversammlung zu wählen haben, der wir einen Antrag unterbreitet haben, §6, Abs. 2 dös Statuts wie folgt 7.u fassen: „Das Kuratorium besteht aus mindestens U Mitgliedern". Gleichzeitig unterbreiten wir der Generalversammlung den , Antrag, § 9 des Statuts wie folgt zu ändern: „Stimmberechtigte Mitglieder der Anstalt sind diejenigen, welche einen jährlichen Beitrag von mindestens M.5 0 (fünfzig) zahlen. - Immerwährende stimmberechtigte Wohltäter sind diejenigen, welche einen Beitrag von mindestens M. 2000 (zweitausend) auf einmal oder in 4 jährlichen Raten zahlen. Als Stifter werden diejenigen erachtet, welche durch Einzahlung eines Kapitals von mindestens M. 10,000 (Zehntausend) die Zwecke der Anstalt fördern." Der bisherige Beitrag, der im Jahre 1870 festgesetzt wurde, entspricht in keiner Weise den heutigen Geld Verhältnissen und den Bedürfnissen der Anstalt. i.«hrorkoiifEium Einen schweren Verlust erlitt unsere Hochschule durch den plötzlichen Tod des Herrn Rabbiner Dr. Samson Hochfeld. Selbst ein Zögling unserer Anstalt, blieb er ihr stets in treuer . Anhänglichkeit zugewandt. Seit 1908 lehrte er bei uns Methodik des jüdischen Religionsunterrichts und wurde unseren Hörern sowie zahlreichen hiesigen angestellten Lehrkräften ein sicherer Führer in diesem für ihre Berufstätigkeit so wichtigen Fache. Ein unermüdlicher, plichttreuer'Diener des Judentums, wurde er kurz nach Vollendung des 50. Lebensjahres am 8. August im Augenblick, wo er eine Erholungsreise antrat, vom Tode ereilt. Am 7. September verschied unerwartet ein treuer und bewährter Freund unserer Hochschule, Herr Moritz Wolfsohn, im 78. Lebensjahre. Von der festen Ueberzeugung beseelt, dass die Zukunft des Judentums nur durch seine wissenschaftliche Erforschung und Darstellung gesichert wird, stellte er sich mit Begeisterung und Tatkraft in den Dienst unserer Propaganda. Trotz seines hohen Alters wirkte und warb er unermüdlich für die Wissenschaft des Judentums und freute sich jeden Fortschritts der Hochschule. Das Andenken beider verehrten Männer wird bei uns in Ehren fortbestehen! YortosiMKon Auch dieser Bericht enthält im Anhang eine Ueberaicht über die gehaltenen Vorlesungen. Die Vorlesung des Herrn Dr. Hochfeld mu8ste im Winter ausfallen. Für das Sommer-Semester kündigt i