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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1919-01-01 · 1919 · page 25

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1919
Date
1919-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273619--1955-2275747
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Weg zur Gründung unserer Lehranstalt gefordert worden: er hat die Männer erfüllt, deren vir heute dankbar gedenken. Der Tag der'heutigen (iedenkfoier war nicht als besonderes. Datum gesucht worden; aber der Poesie des Zufalls, die nicht bucht und doch lindet, sind wir «lankbar dafür, dass sie es so fügte, dass diese Feier, die naher Erinnerung gelten soll, uns vorerst zu dorn Gedenken eines früheren Tages, fünf Jahrzehute zurück, hinführt, l'nter <Ien Männern, die weisend und vorsorgend an den Anfängen unserer Lehranstalt stunden, triu einer heute vor unsere innige Dankbarkeit hin, Stadtrat M <> r i t /. Meyer, der vor einem halben Jahrhundert, am HJ. Februar Itftin, nach inhaltvollem Leben die Augcu zur Buhe schloss, ehe zu dem Werke, für das er, er vor allein, warmherzig und klarblickend, den Boden bereitet hatte, der Grundstein gelegt war. Der Gunst der Fürsten ür.d der Stauten hat sich unsere jüdische Wissenschaft in Deutschland nie zu erfreuen gehabt. Ihre Beschützer und Gönner sind Bürger'gewesen, Männer des bürgerliehen Weges und des bürgerlichen Erfolges, Männer, die ihr Mäzenatentum zum Aristokraten gemacht hat, — nicht jenes Mäzenatentum, welches nur «las eigene Haus schmückt, sondern dieses höhere, selbstlosere, wahrt) Mäzenatentum, »las über das eigene Haus und seinen Glanz hinausblickt und dem Geist Balm und Stätte bereiten will, — Männer, deren vornehme Gesinnung sich darin zeigte, dass sie ihren Namen mit einem geistigen Ziel v verbanden, dass sie eine ideale Aufgabe ihrem Hause und ihrem Kreise vererben wollten. Ein solcher Aristokrat ist Moritz Meyer gewesen. •In seinem Hause lebto und lebt die Fürsorge für unsere Lehranstalt weiter, nicht als eine sachliche Aufgabe nur, sondern als ein ganz Persönliches. Als die Mutter der Lehranstalt hat Salomon Neumann, der unter uns Unvergessene, Frau Nanny Meyer gerühmt, sie, im Empfinden, im Denken wie im Handeln eine der verehrungswürdigsten Frauen. Wie eine Verkörperung unserer Tradition gehört ihr Sohn, nun auch bald ein halbes Jahrhundert, unserem Kuratorium an, Vergangenheit und Gegenwart «mit einander verbindend. . Als Erbe einer Tradition, der Tradition des Neumänn'schen Hauses, aber doch wieder als Selfmademan, als ein Selbstgewordeuer auch in seiner Bildung, in seinem geistigen Leben und darum ein Suchender, Strebender stand Siegfried Brünn

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