Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1913
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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L — 19 — Anlage B. Schenkungsurkunde der Ludwig Philippson-Stiftung. Verhandelt zu Berlin, am 21. Mai 1912. Vor dem unterzeichneten, zu Berlin in der Viktoriastr. Nummer 8 wohnhaften Notar im Bezirk des Königlichen Kammergerichts, Justizrat Franz Heinitz erschien heute: Herr Professor Dr. Martin Philippson zu Wilmersdorf, Nassauischestr. 49 wohnhaft. Der Erschienene, der dem Notar von Person hekannt ist, erklärte: Ich nehme Bezug auf die dieser Urkunde beigefügte Vollmacht vom 6. April 1912 und verlautbare hierdurch namens meines Bruders, des Generalkonsuls Bankiers Franz Moise Philippson in Brüssel, die nachfolgende Schenkungsurkunde: Zum ewigen Gedächtnis unseres in Gott ruhenden Vaters Ludwig Philippson und aus Anlass seines hundertjährigen Geburtstages — den 28. Dezember 1911 — errichtet der Generalkonsul Franz Moise Philippson eine Stiftung an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums zu Berlin unter den nachstehenden Bedingungen: 1. Die Stiftung trägt die Bezeichnung „Ludwig Philippson- Stiftung". Eigentümerin ist die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums zu Berlin. 2. Zweck der Stiftung ist die Errichtung eines Lehrstuhls unter der Bezeichnung „Ludwig Philippson-Lehrstuhl" für die Geschichte des Judentums und der Juden mit Ausschluss aller sonstigen wissenschaftlichen Fächer. 3. Die Berufung zu diesem Lehrstuhl erfolgt durch das Kuratorium der Lehranstalt. Die Berufung bedarf indessen der Bestätigung durch mich, den Professer Dr. Martin Philippson in Berlin, und nach meinem Ableben der Bestätigung durch den Sohn des Stifters, den Professer Dr. Moritz Philippson in Brüssel. Nach unser beider Ableben ist das Kuratorium bei der Berufung an eine Bestfttiguug nicht gebunden.