Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1913
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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wir für die reiche Schenkung ein dankbares Gedächtnis bewahren. Nachdem die Allerhöchste Genehmigung des Geschenks Mendel.- von 200000 Mark, das Herr Moritz Manheimer zur Gründung "ohn-StiftunK dieser Stiftung überwiesen, erfolgt ist, hat die Stiftung, die im Laufe des Berichtsjahres ihre Satzungen verändert (vgl. Anlage A) und auch ihren Namen in Moses Mendelssohn-Toleranz- Stiftung umgewandelt Jiat, im Januar 1913 ihr erstes Preisausschreiben erlassen. Sie stellt das Thema „Der Toleranzgedanke in der deutscheu Literatur zur Zeit Moses Mendelssohns" zur Bearbeitung und ladet Angehörige aller Bekenntnisse /.um Wettbewerbe um die in Höhe von 2000 bezw. 1000 Mark festgesetzten Preise ein. Die Landesherrliche Genehmigung der Annahme des UJw- Pj»l'Pi'- o o suu-üüftuuK Stiftungskapitals von 80000 M., das Herr Generalkonsul Franz Philippson uns gespendet hat, ist erfolgt. Wir veröffentlichen als Anlage ß die Schenkungsurkunde, die der Bruder des Stifters, Herr Professor Martin Philippson, in seinem Auftrage verlautbart hat. Auf den Ludwig Philippson-Lebrstuhl, der der Geschichte des Judentums gewidmet ist, wurde der Leiter des Gesamtarchivs der Deutschen Juden Herr Dr. Eugen Täubler berufen. Herr Dr. Täubler, ehemals Hörer der Lehranstalt, wirkt teiiwkoU»««» an ihr schon seit Jahren mit Eifer und Erfolg als Dozent und ist nunmehr unter erheblicher Erweiterung seiner Lehrtätigkeit als ordentliches Mitglied in das Lehrerkollegium eingetreten. Im Anhange veröffentlichen wir seine Antrittsvorlesung. Herr Dr. Warschauer sieht sich im Hinblick auf die grossen Anforderungen, die sein Hauptamt als liabbiner der jüdischen Gemeinde und seine Tätigkeit als Dirigent einer Religionsschule an ihn stellen, zu unserem lebhaften Bedauern genötigt, mit Ablauf dieses Studienjahres seine seit 2 Jahren interimistisch verwaltete Dozentur für Homiletik und Midrasch niederzulegen. Wir sprechen ihm für die Bereitwilligkeit, mit der er unserem Kufe trotz der entgegenstehenden Schwierigkeiten Folge geleistet, für die Hingabe, mit der er sich seinem verantwortungsvollen Lehramt gewidmet hat, sowie für die grosse Förderung, welche unsere Hörer seinen Vorlesungen verdanken, auch an dieser Stelle unseren wärmsten Dank aus.