Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1912
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2273546-2273605--1635-2275420- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
In der am 21. Mai 1911 abgehaltenen ordentlichen General- Kuratorium Versammlung wurden nach Erstattung des Berichts und Entlastung der Rechnungen die nach dem Turnus ausscheidenden Mitglieder des Kuratoriums Justizrat Dr. Arnold Seligsohn und Justizrat Leo Lilienthal einstimmig wiedergewählt. Zu unserm lebhaftesten Bedauern hat Herr Geheimer Kommerzienrat Ludwig Max Goldberger sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums niedergelegt. Seit 1890 Mitglied unseres Kuratoriums und seit 1906 stellvertretender Vorsitzender, hat Herr Geheimrat Goldberger den Eifer, die Sachkunde und die Liebe zu unserer Religion, die ihm eignen, allezeit auch für unsere Lehranstalt betätigt. Auf die Errichtung des Louis Simonschen Lehrstuhls hatte er massgebenden Einfluss, die Erhaltung des Lehrstuhls hat er durch namhafte Zuwendungen gesichert. Zu unserer Freude wird Herr Geheimrat Goldberger auch fernerhin Mitglied unseres Kuratoriums bleiben. Wenn wir Ihnen vorschlagen, den um die Allgemeinheit und die Lehranstalt hochverdienten Mann zum immerwährenden Ehrenmitglied zu wählen, so sind wir überzeugt, dass die Lehranstalt durch Annahme unseres Vorschlags sich selbst ehrt. An seiner Stelle wurde Herr Geheimer Justizrat Professor Dr. Albert Mosse zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Am 28. Dezember 1911 wurde der hundertjährige Geburts- Phaippsonfeier tag Ludwig Philippsons, des unermüdlichen und verdienstvollen Vorkämpfers für die innere und äussere Befreiung der Juden, in weiten Kreisen unserer Glaubensgenossen gefeiert. Philippson war bereits bei Beginn seiner öffentlichen Wirksamkeit mit Nachdruck für die Begründung einer jüdisch - theologischen Fakultät an einer deutschen Universität mit Wort und Tat eingetreten. Wenn auch der anfangs mit freudiger Begeisterung aufgenommene Plan nicht zur Ausführung gelangte, so blieb