Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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— 10 — gelöst worden. Wird diese Lösung auf europäische Verhältnisse vielfach auch nicht tibertragbar sein, so bleibt doch von Interesse, wie jenseits des Ozeans das Wesen des Judentums trotz Zerschlagung vieler Formen erhalten wird. Zahl der ordentlichen Hörer: a) Im Sommersemester 1910: 39 (26 Deutsche, 13 Ausländer — 6 aus Oesterreich-Ungarn, 4 aus Russland, 1 aus England, 2 aus Rumänien). b) Im Wintersemester 1910/11: 41 (24 Deutsche, 17 Ausländer — 7 aus Oesterreich - Uugarn, 8 aus Russland, 1 aus England, 1 aus Rumänien). Sämtliche ordentlichen Hörer hatten, wie es das Statut der Anstalt vorschreibt, das Zeugnis der Reife für das akademische Studium. Von den gegenwärtigen Hörern gehören der Lehranstalt an seit 1901: 1; 1902: 3; 1903: 3; 1904: 2; 1905: 3; 1906: 3; 1907: 5; 1908: 5; 1909: 10: 1910: 6. Zahl der Hospitanten: a) Im Sommersemester 1910: 10 (7 aus Deutschland, 2 aus Russland, 1 aus Amerika). b) Im Wintersemester 1910/11: 14 (7 aus Deutschland, 2 aus Oesterreich, 5 aus Russland). Die Rabbinatsprüfung hat bestanden: Dr. Ernst Appel. Von ehemaligen, bereits im Amte befindlichen Hörern sind berufen worden: Rabbiner Dr. Max Eschelbacher von Bruchsal nach Freiburg i. Brsg., Rabbiner Gan6 aus Stargard als Seminarlehrer an die jüdische Lehrerbildungsanstalt, hier. Als Rabbiner sind neu berufen worden: Rabbiner Dr. Appel nach Bingen, Rabbiner Dr. Zlocisti nach Preuss.-Stargard; als Prediger: Dr. Lehmann an die jüdische Reform-Gemeinde, hierselbst; als Religiouslehrer: Rabbiner Dr. Hermann Löb nach Dresden. Mit dem Predigtamt für Festtagsgottesdienste im Jahre 1910 sind wiederum von der hiesigen jüdischen Gemeinde sowie von auswärtigen Gemeinden eine grosse Zahl von Hörern betraut worden.