Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1910
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2273546-2273601--1485-2275268- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
10 — aussetzungslosen jüdischen Wissenschaft ihren Platz in der Reihe der Gesamt Wissenschaften erkämpft und erhält. Mit Genugtuung dürfen wir hervorheben, dass diese unsere Ziele innerhalb der deutschen Juden einem wachsenden Verständnis begegnen. So dürfen wir vor allem von der hochherzigen Anerkennung berichten, die uns die jüdische Gemeinde zu Berlin durch Erhöhung der Subvention von 8000 auf 12000 Mk. bezeugt hat Diese Bewilligung ist uns, abgesehen davon, dass sie uns die Sorge erleichtert, ein Beweis, dass die grösste jüdische Gemeinde Deutschlands unseren Bestrebungen mit vollem Verständnis gegenübersteht. Ebenso haben wir warmherziges Interesse auch bei der Gemeinde Frankfurt a. M. gefunden, die unsere Jahressubvention für die nächste Etatsperiode auf 1500 Mk. erhöht hat. Auch sonst hat sich, vor allem dank der energischen und planvollen Tätigkeit unserer Propagandakommission, das Interesse der deutschen Gemeinden an unserer Anstalt gehoben. Auf diesem Wege hoffen wir, auch weiter vorwärts zu kommen. Es muss uns gelingen, die deutschen Gemeinden mehr und mehr für uns zu gewinnen. Auf die Hülfe einzelner Personen, so wertvoll, sie auch sein mag, dürfen wir nicht angewiesen bleiben. Die jüdischen Gemeinden Deutschlands müssen uns als ihre Hochschule betrachten lernen, für die sie, als die einzigen offiziellen Organisationen der deutschen Judenheit, einzutreten als ihre Ehrenpflicht betrachten. Die Zahl der beitragenden Einzelmitglieder stieg von 536 auf 715. Wir ergreifen gern die Gelegenheit, an dieser Stelle besonders unserm Schatzmeister Herrn Max Weiss sowie Herrn Moriiz Wolfsohn zu danken, auf deren eifrige Tätigkeit dieser Erfolg vor allem zurückzuführen ist. In Frankfurt a. M. ist es uns gelungen, das bereits im Jahre 1873 dort begründete Komitee zur Erhaltung und Förderung der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums wieder erstehen zu lassen. In einer am 8. Mai abgehaltenen Versammlung sprachen die Mitglieder unseres Kuratoriums die Herren Geheimen Regierungsräte Professoren Dr. Hermann Cohen, Marburg und Dr. Ludwig Geiger, Berlin, über Zweck und Ziel unserer Anstalt. Wir danken diesen beiden Herren sowie den Herren des vorbereitenden Komitees