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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1909-01-01 · 1909 · page 82

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 82)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273599--1472-2275254
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— 83 — schlichten und doch von patrizischer Vornehmheit erfüllten Hause, seinem trefflich zu ihm abgestimmten Rahmen, sich ausgewirkt und nun sich vollendet hat. Wir haben es noch einmal überschaut in der Fülle des doppelten Segens, den es in sich barg: des Segens, den es uns gebracht, des Segens, mit dem es die Teuere selbst beglückt hat. Und diese Ausschau, sie entlässt uns getröstet und aufgerichtet: wir wissen es: sie, die Edele, war durch ihr edeles Wirken selber beglückt, gesegnet; und wissen es nicht minder: der Segen, den ihr Leben einschloss für uns — er kann uns nicht entrissen werden. Ihnen, Ihren Kindern, Kindeskindern und Anverwandten bleibt der Verklärten teueres Bild als eine Verkörperung der hohen und edelen Ziele, denen sie nachgestrebt, als ein Vorbild hoher Tugenden, als Wegweiser zu eigenem wertvollen, gesegneten. Leben, als heiliges Panier, um das Sie sich in festem Zu8ammenschlus8 scharen in gegenseitiger Liebe und Treue. Und uns wie der Gesamtheit bleibt, für die Ewigkeit gebaut, ihr Werk: fest gegründet für immer steht die Stätte, die ihr und des Gatten edeler Sinn der jüdischen Wahrheit, ihrer Erkenntnis, ihrer Fortpflanzung bereitet hat: den beiden Teueren zu unauslöschlichem Dank und ewiger Ehre, dem Judentum und -der Menschheit zum Heile. 71 "jvo nny nns* ühm ykvi) „Darum lassen wir in Frieden dich ziehen, da du '.doch von Gott gesegnet bist" — also dürfen wir sprechen mit unserer Sidra, dürfen der Teueren zurufen in stiller Wehmut als Absehiedggruss das Wort, mit dem der Sänger seine Seele stillte: *yby hm 'jr»a 'mach n*ci „Gehe ein, o Seele, zur ewigen Ruhe, denn dir hat Gott wohlgetan-. Amen.

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