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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1904-01-01 · 22.1904 · page 102

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
22.1904
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 102)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273589--1147-2274924
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_ 7 — anstalt entsprechenden Heim wird bald erfüllt sein, wenn diese hochherzige That verständnissvolle Nachfolge findet. Für diese Schenkung haben wir bereits die landesherrliche Genehmigung, die hoffentlich bald erfolgen wird, beantragen können. 3) Für eine bereits vollzogene Schenkung ist zur Einholung der landesherrlichen Genehmigung die definitive Formulirung der Stiftungsurkunde noch erforderlich. Die Feststellung derselben wird aber sicherlich baldigst bewirkt sein; wir dürfen deshalb auch öffentlich und an dieser Stelle unsere Freude und unseren Dank für eine Schenkung bekunden, die dem eigentlichen Werke unserer Lehranstalt gewidmet ist und für ihreEntwickelung von segensreicher Bedeutung sein wird. Zum ehrenden Andenken an ihren am 15. September 1903 dahingeschiedenen Ehegatten, Herrn Geh. Comm.-Rath Louis Simon, errichtet Frau Geh. Comm.-Rath Ida Simon geb. Lehwess an unserer Lehranstalt einen Louis Simonschen Lehrstuhl für Geschichte und Litteratur beziehungsweise für die Ethik und Religionsphilosophie des Judenthums. So wird pietätsvoll geübte Treue und Liebe eine Quelle reichen Segens für die Wissenschaft des Judenthums werden. Mit aufrichtigem und herzlichem Dank an die Geber dürfen wir uns des verflossenen Jahres als eines segensreichen erfreuen: dasselbe wird — so hoffen wir frohen Mutes — in der Geschichte unserer Lehranstalt einen Wendepunkt bedeuten. So arm wie einst unsere Hochschule hat noch keine gleichartige Anstalt ihren Lebensweg begonnen. Wir blicken zurück auf eine lange, lange Reihe von Jahren der Sorgen und der Noth. Um so inniger empfinden wir aber auch gerade in diesem Augenblick unsere Dankespflicht gegenüber Allen, welche uns durch ihren treuen Beistand in der schweren Zeit aufrecht erhalten haben. Mögen sie Alle mit uns des Werkes ihrer Treue sich erfreuen und uns diese auch in der Zukunft bewahren. Und — es soll nicht ungesagt bleiben — unter Allen gedenken wir insbesondere unserer Helferin in jeglicher Noth, die ihre mütterliche Fürsorge für unsere Anstalt als Werk pietätsvoller Treue übt. Möge es ihr beschieden sein, noch manches Jahr an dem Segen ihres eigenen Wirkens, wie an dem Segen sich zu erfreuen, den ihr Vorbild schafft!

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