Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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Mondes von glaubwürdigen Zeugen bekundet, gab es für den Gerichtshof keiue Wahl mehr. Da galten keine Zweckmässigkeitsgründe und keine anderen Rücksichten. Zum Schlüsse wird nochmals (vgl. Einl. XI17, S. 30) darauf hingewiesen, dass alle Angaben iu dieser Abhandlung sich auf die geographische Lage Palastinas beziehen. In östlicheren Ländern geht die Sonne früher unter; wenn daher in einer solchen Gegend unter denselben Breitengraden der neue Mond schon am Abend gesehen wurde, so kann man sicher sein, dass er im heiligen Lande erst recht zu sehen war. Wird er aber hier beobachtet, so ist nicht ausgeschlossen, dass er dort erst am nächsten Abend sichtbar ist; dagegen wird er zweifellos noch in dieser Nacht an einem unter denselben Breitengraden westlicher gelegenen Orte gesehen werden, da ja die Sonne hier noch später untergeht, mittlerweile aber die Elongation und mit ihr der Äustrittsbogen an Grösse zunimmt. Was die Länder von grösserer oder geringerer Polhöhe betrifft, so brauchen wir nur daran zu erinnern, dass das Verhältnis des eigentlichen Austrittsbogens zu des Verfassers sogenanntem „Sehungsbogen", wie schon wiederholt gezeigt wurde (S. 126, 128 u. 154 f.), durch die geographische Breite bestimmt wird. Je grösser dieser Winkel, desto grösser für dieselbe Höhe der Bogen des Aequators, wie wir oben (S. 131, Fig. 14) anschaulich dargelegt haben. In der heissen Zone steht der Himmelsäquator fast senkrecht auf dem Horizonte, in den höheren Breiten aber geht erimmer schräger durch den Gesichtskreis. Deshalb kann der „Sehungsbogen", um dieses Wort noch einmal zu gebrauchen, in den Tropen kleiner sein als in den gemässigten Zonen. nWa ran' rmw jwnn -f? mv um ira jnr "Qt ut vm nvyn vto na-v vbv tvüm rmw -wtx nwiA mpo m "u» niaj n n\w in *w kw oipen »ieo 1. Es ist klar und selbstverständlich, dass durch die Rechnung, welche ergiebt, der Mond werde in der Nacht gesehen werden, nur die Möglichkeit ihn zu sehen sichergestellt ist, es aber ebenso möglich ist, dass man ihn nicht sehen wird, sei es wegen etwaiger Wolken, die ihn bedecken, oder