Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2273546-2273587--0984-2274760- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
3. Die Rektaszension. Kap. XVII §§ 10—11.1 Die scheinbare Drehung der Himmelskugel vollzieht sich nicht um die Pole der Ekliptik, sondern um die des Aequators, dessen Neigung zum Gesichtskreise aus diesem Grunde stets unverändert bleibt, während die Axe der Ekliptik an der allgemeinen Bewegung theilnimmt und daher ihre Neigung zum Horizonte in jedem Augenblicke wechselt. Ihre Pole beschreiben täglich dem Aequator parallele Kreise um die Weltaxe, welche die einzig ruhende Linie im Weltgebäude bildet. Infolgedessen ist es, wenn einmal die Polhohe oder geographische Breite eines Ortes gemessen ist, eine sehr leichte Sache, die Höhe eines beliebigen Aequatorbogens ein für alle Mal zu bestimmen, während die Aufgabe, die Höhe eines Erdbahnbogens aus seiner Grösse zu berechnen überhaupt unlösbar ist, weil derselbe Bogen je nach seiner Lage zum Horizonte verschiedene Höhe hat, und selbst die Forderung, diese Hohe für einen gegebenen Zeitpunkt zu ermitteln, nicht ohne umständliche Rechnung zu erfüllen ist, wie wir oben (S. 120 ff.) gezeigt haben. Sollen wir daher den Austrittsbogen des Mondes aus seiner Elongation bestimmen, wie es das in diesem Kapitel Fig. 13. ^3» IZ T behandelte Problem verlangt, so thun wir gut daran, dieselbe auf den Aequator zu übertragen, um auf diesem Umwege zu dem Ziele zu gelangen, das wir anders nicht erreichen können. Kennen wir erst RT c . in nebenstehender Figur, mit der wir uns schon früher (S. 126) vertraut gemacht haben, so ist der gesuchte Austrittsbogen RZ a mittels der Gleichung: sin a ~ sin c sin a (Formel 12 S. IV)