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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1902-01-01 · 20.1902 · page 45

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
20.1902
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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IRI
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— 106 — 5. Der Draehenmonat. Kap. XVI § 1—17. Wenn wir den Moud häufiger beobachten, so werden wir bemerken, dass er unserra Zenith wie auch unserm Horizonte um etliche Grad näher kömmt als die Sonue in den Solstitien. Beträgt also die Neigung der Ekliptik gegen den Acquator rund 23* so inuss der Winkel, unter welchem die Mondbahn denselben schneidet, noch grösser sein. Genaue Messungen haben ergeben, dass die Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik im Mittel 5° 0' misst (s. Eiul. S. 25). Maimonides beziffert dieselbe mit Ptolemäus uud Albattaui (s. oben S. 73) auf 5°; nach Ibn Junus (s. Delambre, Histoire de Tastrouomie du moyeu age S. 124) beläuft sie sich auf 59 3'. Die Kriotenlinie, in welcher Mondbahn und Erdbahn sich schneiden, heisst bei den Alten „der Drache"; daher auch bei Maimonides die Bezeichnung „Kopf" für den aufsteigenden und „Schweif" fiir den niedersteigendeu Knoten, und daher noch heute der Ausdruck „Drachenmonat", mit welchem man den Zeitraum bezeichnet, nach desseu Ablauf der Mond zu demselben Knoten zurückkehrt, von welchem er zu Anfang desselben ausgegangen. Aus deu totalen Finsternissen, die nur stattfinden können, wenn der Mond in den Syzygien durch einen der Knoten geht, lässt sich die Dauer eines solchen Zeitraums mit ziemlicher Genauigkeit berechnen; sie belauft sich auf 27«l 5« 5»> 39-, ist also um 2» 30"» 33* kürzer als der tropische Monat. Daraus folgt, dass die Kuoteu eine rückläufige Bewegung haben, so dass die Rückkehr zum „Kopfe" weniger Zeit erfordert als die Rückkehr zum Frfihlingspunkte. Nach Hipparch1) beträgt die tägliche Bewegung der Knoten 3' 10" 41"' 61V 46 V 49VI, nach Ptolemäus2) um 8IV 39V 18VI mehr; Albattaui3) fand sie wieder um 0,00566" >) Almageat IV 3. ebencl 3) Kap. 80, eil. Nalliao S. S2 Z. 18 f.: „Was aber die Bewegung in der Breite betrifft, so fanden wir dieselbe im Buche des Ptolemäus um 27' zu hoch, welchen Betrag wir auf die zwischen ihm und uns verstrichene Zeit

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