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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1901-01-01 · 19.1901 · page 29

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
19.1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273583--0836-2274610
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— 28 - Text der Perikope erklärt. Hierin nämlich unterscheidet sich die Perikopen-Auslegung in Gen. r. von derjenigen des Lev. r. und der Pesikta d. R. K., die sich gwöhulich nur auf wenige, selten mehr als drei Verse der au der Spitze des Proömiums genannten Perikope erstreckt. Die Perikopen-Auslegung beginnt regelmässig mit demselben Stichwort, mit welchem das Proömium beginnt und schliesst, darum wurde auch dieses als vermeintliche Dittographie von den Abschreibern meistens weggelassen. Dennoch ist die Perikopen-Auslegung von dem kundigeu Leser schon daran zu erkennen, dass sie anders als das Proömium den Perikopeutext aus ihm selbst, ohne Heranziehung einer fremden Schrift stelle erklärt. Es haben sich aber im Laufe der Zeit für den Beginn der Perikopen-Auslegung auch noch hesonderelntroduktiou s-F o r m e 1 n herausgebildet, durch welche der Uebergang vom Proömium zur Schrifterklärung angedeutet wurde. Ob sie freilich schon vom Prediger gebraucht, oder erst vom Sammler eingeführt wurden, das ist schwer zu entscheiden. Es ist möglich, dass sie von dem letzteren herrühren. Denn der Prediger, der nach seinem Proömium, dessen Schluss für den Zuhörer durch den trausitus kenntlich war, sofort auf die Perikopen-Auslegung überging, brauchte hierfür kein besonderes Kennzeichen: Die Perikopen-Auslegung begann, wo das Proömium schloss. Der Sammler aber, der zu einer Perikope oft mehrere Proömien von verschiedenen Predigern aufnahm, hatte es nötig, dem Leser durch eine Formel anzuzeigen, dass die Reihe der von ihm aufgenommenen Proömien abgeschlossen ist, und dass nun die Perikopen-Auslegung beginnt. Freilich hätte er nicht nötig gehabt, mehr als eine Formel hierfür auszuprägen, da es aber mehrere solcher Formeln giebt, so ist es doch wahrscheinlicher, dass sie schon von den Predigern herrühren, die je nach ihrer Individualität und je nach dem Inhalt der Perikopen-Auslegung die eine oder die andere Formel anwendeten. Schwierig bleibt es in jedem Falle, dass in Gen. r. 52, also die meisten Perikopen-Auslegungen ohne jede, Formel beginnen. Andererseits aber kommen doch diese Formeln, die wir als solche aus Lev. r. und aus

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