Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 19.1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2273546-2273583--0829-2274603- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 21 — Endlich giebt es noch 1*2 Proömien1), die keiner Uebergangsformel bedürfen, weil die Ausführung des Proömiums die blosse Anreihung des Perikopentextes gestattet, z. B. Kap. 501: yiya pevra o%:iAen w mmn ... iv:: cnS kvo »S» jvdi 89,: oiSn nr» =An ypr\ yxw jw. E. Der Perikopentext am Schlüsse vollendet die rhetorische Form des Proömiums, d. h. wo das Proömium noch vollständig erhalten ist. Der Proömialtcxt ist ja nur zu dem Zwecke herangebracht worden, um den Perikopentext nach irgend einer Richtung, die der Prediger iu's Auge fasste, zu erklären; ist nun die Erklärung zu Ende, so muss sie natürlicher Weise in den Perikopentext münden. Diese Forin des Proömiums steht für die alte Zeit so fest, dass ihre Vernachlässigung weit sicherer als alle stilistischen Kennzeichen, die zum Teil ohnehin einer Revision nach dem Buber'schen Tanchuma bedürfen, für die Jugend des Stückes spricht, in welchem sie zur Erscheinung kommt. . Wo daher die Uebergangsformel statt auf den Perikopentext, auf deu Prqömialtext zurückführt, d. h. wo das Proöroium in gewissem Siiinc nicht von der Stelle rückt, da haben wir eine Predigt aus viel späterer Zeit vor uns, aus einer Zeit, wo die Prediger die ursprüngliche Kunstform des Proömiums nicht mehr beachteten, oder richtiger sich aus gewissen Gründen, wie wir weiter sehen werden, von ihr nicht mehr beschränken lassen wollten und darum den Proömialtext um seiner selbstwillen behandelten. Eine solche Predigt ist das schon von Zunz G. V.2 188b als Glosse erkannte Stück: nnxba natP W »3 apjJ* «T1 H'l in der Mitte des Kapitels 91. Da nun die Proömien ordnungsmässig mit demselben Perikopentext beginnen und schliesseu, so musste der Sammler, der oft mehrere Proömien von verschiedenen Predigern in einein Kapitel aneinander reihte, darauf bedacht sein, sie durch eine Trenmiugsfprme.l zu sondern. Hierzu benutzte er, wie nach ihm die Sammler der Pesikta uud des Lev. r. das xn int» nn, das demnach in diesem Falle zu demselben Perikopentext ein neues ') Kap. 9s 20ts 24t 34« 50 1 53 * 68 1 79 1 89 t 90t 92s. t