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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 55

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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— 56 — hierzu auf, — nur was wir nothwendig wissen, dass dies gut sei. Wir sind dankbar dem Wohlthäter in unserem Herzen, ohne dass Jemand davon wüsste und dass wir von ihra einen Vortheil erwarten würden, ja sogar der Schöpfer gelobt sei er, fällt uns nicht ein, dass wir von ihm einen Lohn erwarten würden. Auch der Atheist ist dankbar im Herzen seinem Wohlthäter und unterscheidet zwischen ihm und dem, der ihm Ucbles zugefügt hat. Ein anderer Beweis ist, dass wenn wir zwischen zweien Stegen wählen, die beide in in» n»n» »61 uaSa \h emaea uk isrwai .cnatrai c»-na ntyrrn nwya *>a*0Br \b ma uS nwi rn« «nun wjia r&j?» nana hzx nta uaa »paa» jrn» nnßM v? o«y2n *a w^a mi* mia i»k »a na«« neu cr:t<n »a naxat .»an "ptr uea njn iaj? ncj?ir »a j»an u»a. Ebenso sagt Josef al-Basir in seinem Compcndium t.b ro'ano Bl. 123 b. iram pSi rin-pna nc tani \'B»S ncy» ncvi »a yn .■man nymaS "pm muc «aa pm 1a r.imS nSi nSjnn u n»rw »Sao wffijr »wn» *"» mryp yia« »6 oSiya u»3«a vc**? nt nry» dki woa D'jraa ionn n»*nm •ui nt iaa by oyi p Kin •«•». Die Lehre, dass das sittliche Leben selbstlos sein inuss, ist nicht nor bei den jüdischen Mu'taziliton sondern bei den meisten mittelalterlichen jüdischen Philosophen zu finden. In einem von mir herausgegebenen Qeniza-Fragmente (Zeitschrift für hebr. Bibliographie III S. 91) heisst es: Lolä jJLäxt ^iy^JS^ ^£ eis* V^ls J01^ o' ,y-n& ^you X^L=£» w^l oLx*a»Ü Joiäj. s*? l^>*J ^5 Jbfli >|j£l UL*i 0!j <*j* Kella oL«*-Jt$ oUiäxH Uj3 t^j vJL^JL*u xJÜ IvtLb L^i^ ^» xJ aJ^Jj «\Jläe ^5 Bach ja, Herzenspflichten X, 6. David b. Al-Bilia (15. Jh.) sagt in seinen „Glaubensartikeln des Rationalisten* (Socan nnio» in Eliezer Aschkenazia caan nai) S. 59, nnwa c*pcii*n D«aann hzx ... nisa nwa na» {»ewnS a"»n iiD»n Hnntr »h nosj? nraon «»n r.raon *>atr »a u»e«» nt Saa newa wat»» mV naanat »ut in« -m lacm in« *>a-j. lsak Pulgar lässt den Philosophen sagen (c*3pt oyo S. 14) nw na« vk\ -,»r.wa in«ej? Sj.» ntn oSu'a nn» nacr ropn pSt "«l nio« na uwn nfeinV »a nwan cvy «in aien i:w »a TniSiyD Sy. Vgl. auch Josef Albo, lkkarim 111,35. Die Anschauung ist bekanntlich von Maimonidos, Hilchoth Teschuba, X kodificirt worden, ohne dass ihm hierin Abraham beu David widersprochen hatte. Dass sein Schweigen gleichbedeutend ist mit der Zustimmung der Gesetzcslehrer in christlichen Landern, zeigt auch Rasclii zu Deut 6,5. Diese Tttatsachen, die sich leicht vermehren Hessen, zeirjen dass dio Lohnsucht, oder gar „die mathematisch genaue Berechnung von Lohn und Strafe" mit Unrecht als eine Eigentümlichkeit dea Judenthums hingestellt wird. Vielmehr sind die Aeusserungen der( Tannaiten, welche die Lohnsucht bekämpften, von den massgebenden Lehrern der Svnagogo stets mit NacWrack hervorgehoben worden.

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