Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 16.1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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der feste Kaieuder eingeführt wurde, der nicht mehr auf die wahre, sondern mir auf die mittlere Koujunktiou gegründet ist, wohl an praktischer Bedeutung, aber nichts von ihrer Wichtigkeit verloren hat und immer noch ein hohes Interesse für sich in Anspruch nehmen darf. Darum sieht Verf. sich veranlasst, au dieser Stelle seine Theorie der Neumoudsberechnuug leicht fasslicli und präzis zu entwickeln, zumal er nicht allein aus den Werken der Griechen und der Araber geschöpft hat, die sich um die Himmelskunde unsterbliche Verdienste erworben haben, sondern auch Uebcrlieferungen besitzt, die in keinem Buche noch verzeichnet sind, und die — wie er durchblicken lässt — wohl gar auf jene grossen Synhedrialhaupter zurückgehen, die mit liebevoller Treue diesen Zweig des Wissens in Israel gepflegt und ihn durch Eifer und Hiugebting zu hoher Blüthe gebracht habeu. 1. Da wir in diesen Vorschriften1) gesagt .p&TOVnp bx Trebra, haben, dass der Gerichtshof genaue Berechn**"V üb HTn HXT DK D^IVl pnp"Q nungen anstellte, um zu ermitteln, ob der Mond ^^»»«j vyyfy 2Nfl ">lbl T\2C2 TiTS? yQ bzWWV schon sichtbar oder noch unsichtbar sein wird2), ^J. " nmn sind wir überzeugt, dass es jedem Einsichtigen, , , ' der nach wissenschaftlicher Erkenntniss strebt R™ "** » "« 7» TP mp«IW und die Geheimnisse der Natur zu entschleiern UlSn1 87 IX Tit begehrt, willkommen sein wird, die Methoden kennen zu lernen, nach denen man rechnet, um zu ermitteln, ob der Mond in einer bestimmten Nacht gesehen werden kann oder nicht. ' . ' . 2. Ueber .die Berechnungsmethode herrp JlArM fttpVnö \T\2 W pSOTH £ sehen grosse Meinungsverschiedenheiten unter msipfin pttTi b$ VTpniP EMünpn D^JTT den alten heidnischen Gelehrten, die sich einub?U D^n QnMitt JWKSÖMni ^fX\AslTTm[e ™**l*thlmfk be" <o m mpBD pb rfm ra jno ntaiw schaftigt haben. Grosse Gelehrte haben sich » ' . 1 dabei in Irrthümer verwickelt, manches blieb mn paWT3 TOWITTB 1*1 nwi prij» ihnen unbekannt, anderes unklar und zweifei- :1T3 CT! rftyw OHH» ffö bb? K^K nTO haft. Einige haben bei aller Gründlichkeit in der Berechnung der Lichtgestalt3) des Neumondes den rechten Weg nicht finden können; sie tauchten in die gewaltige Fluth, förderten aber nur Scherben an's Tageslicht4). 3. Durch die Länge der Zeit und die Menge ^Iti nnpmi WpnXl ETöH -pIK *fb\ ~J genauer Beobachtungen wurden einem Theil xb PHP T#l "? JDtWl *2TI DTOHn nxpeb der Gelehrten die Methoden dieser Berechnung $bv ffiW) KCffl 'fiö nftap *K 0«TOa offenbar. Ausserdem besitzen, wir über die i „ i „ L , 1 1 . ,,.. . n ,... TT. ,. f nnsin 73 "ssöi a^rrn d,bibd2 nnaa einschlagigen Grundsatze Ueberheferungen aus w wui dem Munde der Weisen und Beobachtungen, die sich in den allbekannten Werken nicht finden. Aus allen diesen Gründen halte ich es für angemessen, die Methoden dieser Berechl) Vorschriften über die Neuraondsweihe (Hil. Kiddüsch ha- Chodesch) 16, II 4 und VI 1. r) Am 80. Abend des laufenden Monats. ') nvn man ist die wörtliche Uebersetzung des arab. t^Uif Xj^. Das erste Wort entspricht genau dem gr. pa«; (v. j>aai, jpo&ö), aber bezeichnet vorzugsweise den nenen Mond. Demnach wäre twn nun die Neumondsphase. *) Dem Talmud entlehnte sprichwörtliche Redensart (vgl. Babli, Baba Kamma 91a vi. Z.), daselbst von B. •Akiba aus einem den hochtönenden Worten so wenig entsprechenden Anlass gebraucht, dass man den Endruck empfangt, dieselbe sei schon in seinem Munde ein geflügeltes Wort aus älterer Zeit.